Project fifty: Ein Geschenk für meinen soulrunner Anteil

2012, das Jahr an welchem ich 50 Jahre alt werde.

 

Ein guter Zeitpunkt zu reflektieren, und in die
Zukunft zu schauen.
Nach zwei intensiven Jahren mit der Ausbildung zum
Coach einem Anspruchsvollen Arbeit als Bauherrentreuhänder, Projektentwickler
in einer Immobilienanlagegesellschaft und meiner neu entfachten Leidenschaft für lange Bergläufe finde ich endlich Zeit wieder zu schreiben. Sobald meine Ausbildung Abgeschlossen ist soll dieser Blog definitiv zum Leben erwachen.
Sportlich und körperlich stehe ich gegenwärtig auf
dem Zenit meiner Leistungsfähigkeit. So fühlt es sich jedenfalls an. Mittels meiner Visionsklärung im Jahr 2012 und der schrittweise Integration derjenigen in mein Leben hat sich wieder vieles verändert, so dass meine ganze Regeneration sich um vieles verbessert hat und ich konditionell zu mir bis anhin unmöglich scheinenden Leistungen fähig geworden bin.
In diesem Jahr werde ich meine Ausbildung zum Coach CZO abschliessen. Die Diplomarbeit ist bald geschrieben und für das Lektorat bereit.
Für Sportler welche ihre Ressourcen und Visionen zum Erschliessen neuer Ziele nutzten wollen biete ich individuelle und persönliche Coachings an.
Aber nun zu meinem fifty.

Es ist höchste Zeit mir zu überlegen was ich mir zu meinem
50en schenken könnte. Vor zwei Jahren hatte ich die Absicht nach New York zum Marathon zu fliegen. Nach reiflicher Überlegung wurde mir klar, dass ich nicht nach USA fliegen will. Dies vor allem auch aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Stresses den ich mir damit antun würde.

Wildhorngebiet 2012 photo by N. Grimpe Luhmann

 

Es muss also etwas sein das mir und meinem
leidenschaftlichen naturliebhabenden Anteil freut, bewegt und strahlen lässt. Noch 60 Tage bis zu meinem Geburtstag: Gestern hat
sich ein Bild, eine Idee in meinen Gedanken geformt. Kein Alpen X eher ein Alpen – Längs schwebt mir vor. Acht bis 10 Tage durch die Hochalpen mit mir alleine und wenn möglich ein paar Tage davon mit ein Freunden unterwegs sein.
Friends on Mountaintrails, Wildhorngebiet 12
photo by N. Grimpe Luhmann

Am 12. Oktober 2012 geht’s los:

Der Start könnte im Engadin in SCUOL stattfinden.
Von da aus soll’s quer durch den Nationalpark nach Livignio und wieder zurück in Richtung Pontresina gehen, dann durch die Berge zum Septimerpass um danach über viele Pässe, auch über den Splügen in der Nähe vom San Bernardino Passnach Hinterrhein zu gelangen. Weiter über die GREINA, zum Lukmanier, an der Gadlimohütte vorbei zum Gotthard und bei Bedretto runter in die Leventina um auf der Gegenseite die Cristalinahütte anzulaufen.
Trailrun auf den Ben Navis
Schottland 2012Weiter soll’s gehen über den Passo Cristalina und

verschiedenen Pässe zum Lago Devero und entlang der Südseite der Alpen über den Ritterpass nach Binn gehen. Von da aus in Richtung Simplonpass über den Saflischpass…

Beim Splügenpass zeigt meine Berechnung 160 km und 16’000 hm. Das Ganze könnte so um die 330k mit ca. 30’000 hm ergeben. 10 Tag Zeit, 33k/3000hm pro Tag.  Aus heutiger Sicht sollte das irgendwie zu machen sein……

Ach ja, die Planung 2013 ist auch in vollem Gange. Verschiedene Laufprojekte beschäftigen meine Fantasie und Leidenschaft, weiten
sich aus zur Vorfreude.
Am 12. Januar 13 starte ich in Grossbritanien zum Spine Race. auch bekannt unter dem Namen „the most brutal race in UK“.
Jedenfalls die lange Strecke. Ich begnüge mich mit der kurzen Challange -Version. Sie verläuft über 100 Meilen, 173k und ein paar tausend Höhenmetern dem Rücken von GB entlang ca. 40k von Manchester entfernt in Richtung Nordosten.
Hochmoor in Irland Causeway Crossing 100k, 2012

 

Im Frühjahr 13 plane ich einen weiteren 100 Meilen Lauf zu laufen. Den JUNUT Jurasteig Nonstop UltraTrail in Deutschland. Auch da laufe ich die mittellange Version. Die volle Länge geht über 230k und entspricht nicht meinen Fähigkeiten.
Zum Aufbautraining, vor allem aber auch um viele Lauffreunde zu treffen, um mit ihnen zu plaudern, Spass zu haben und um
gemeinsam das zu tun was wir gerne tun werden ein paar weitere Trailläufe bestritten.
Isle of Skye, Schottland 2012

Im Jahr 2013 soll noch eine weiterer Traum inErfüllung gehen. Vor zwei Wochen bekam ich das Angebot für CHF einen Neopren
Triathlon – Schwimmanzug zu kaufen. Was fällt mir da ein? Ach ja, seit knapp 30 Jahren träume ich davon einen IRONMAN zu bestreiten, 3.6k Schwimmen, 180k Radfahren und einen Marathon über 42k zum Abschluss. Seit 20 Jahren bin ich keinen Triathlon bestritten, seit 10 Jahren nicht mehr geschwommen. Der Traum ist geträumt, der Anzug ist jetzt mein :-), das Schwimmtraining kann beginnen 🙂 . Ende Juli 2013 nehme ich am  IRONMAN Zürich teil.

Die sollen alles Vorbereitungs- und Spassläufe für
den UTMB, Ultra Trail du Mont Blanc. sein. Der Traum aller Trailläufer, ein Nonstoprennen rund um den Montblanc über 168k/9500hm.
Wenn alles passt und meine Anmeldung vom Dezember 2011 noch Gültigkeit besitzt und die Welt im Dezember 2012 nicht untergeht bin
ich am letzten Augustwochenende 2013 unterwegs am UTMB.
Neuigkeiten zum fifty and more folgen…..
Am Start zum Ultra Trail Ticino 2012

Verdauen, verarbeiten und forschen. Nächstes Ziel…..

Im November 2009 habe ich den Link zu Trail Verbier St-Bernard im Internet entdeckt. Das Bild, die Idee von Verbier zu St-Bernard und wieder zurück zu laufen, nebenbei noch ein paar Pässe begehen, diese Idee liess mich nicht mehr los, bis ich mich im Januar 2010 zum Lauf im Juli 2010 angemeldet habe.
Ja, ich war am Start und ja, ich bin bis auf den Pass des Grd. St-Bernard gelaufen 63k und rund 4000hm. Zuvor erlebte ich auf dem Col de la Fenetre heftigste Gewitter mit starkem Eisgraupel.

Für mich war dies völlig ungewohnt bei solchem Wetter in den Bergen zu laufen. Wadentief liefen ie Läufer durch eiskaltes Wasser, durchquerten kleine Bäche die zu reissenden Bächen anschwollen.

Auf dem Grd St. Bernard war ich ziemlich fertig und war irgendwie froh, dass der Lauf aus Sicherheitsgründen für zwei Stunden unterbrochen wurde. Mir wurde sofort kalt, und ich beschloss umgehend nicht zu warten, sondern den Lauf definitiv abzubrechen. Ein weiterer dnf (dit not finish) in meinem Palmares. Das war die Schattenseite des Entscheides…..
Damit war nach Biel mein zweiter Versuch einen 100k Lauf zu vollenden gescheitert. Im Jahr 2007 nach dem dnf in Biel habe ich mich kurzfristig entschieden am K79 in Davos teilgenommen und diesen beendet, ein Traum, Tränen der Berührtheit im Ziel. Ich war auf den Geschmak gekommen……
Vor zwei Monaten, im Januar 2011 habe ich mich nach langem Zögern wiederum für Verbier angemeldet. Diese Rechnung ist noch offen…….
 korrekt sind’s 110 km / 7014 hm
Vor drei Wochen habe ich meinen ersten 100k Lauf beendet. Nach wie vor fühle ich diese Leichtigkeit die einen erfasst, trotz der Anstrengung so lange auf den Beinen zu stehen.
Vor dem Traillauf Verbier – St. Bernard jedoch, davor habe ich einen riesen Respekt wenn nicht sogar Angst. Angst dass ich mir zu viel zutraue, dass ich wiederum scheitere. Nebst der Distanz sind 7000 Höhenmeter zu bewältigen. Die letzten 1200 Höhenmeter finden bei Kilometer 98 bis 102 statt. Na dann viel Vergnügen….. Noch habe ich bis am 2. Juli 2011 Zeit mich vorzubereiten.
Mein Ziel ist:
 
Ich durchschreite das Zieltor des Verbier – St Bernar Ultratrail nach spätestens 30h59’59“ mit erhobenen Armen, einem Lachen auf den Lippen und Freude in meinem Herzen.
Ich entscheide, ich habe es in der Hand!
Und hier fängt die Geschichte eigentlich an. Den Rheinburgenweglauf bin ich nach wie vor am verdauen. Mein Körper muss sich immer noch erholen. Deswegen ging ich die letzten Wochen eher bescheiden an. Laufen geht erstaunlich gut, aber zu oft darf ich nicht auf die Trails. Die Achillessehne zwickt. Mental bin ich etwas müde, nicht ausgelaugt, brauche aber noch etwas Zeit um wieder Biss zu bekommen. Ich geniesse den Frühling, die Sonne und die Wärme auf der Haut, das entspannte Laufen im kurzen Shirt, die Ausflüge auf dem Rennrad, das sirren der Reifen, die Geschwindigkeit und das Spiel mit und in der Natur.
Bald fahren meine Liebste und ich nach Mallorca zum Rennradfahren. Da werden meine Sehnen und Füsse sich von den letzten Wochen erholen können.

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