Nach dem Marathon ist vor dem nächsten Lauf …..

3. Januar: zwei Tage nach dem Neujahrsmarathon. Die Hüfte Zwickt, die Achillessehne zieht noch ein bisschen. Neues Jahr neues Spiel.

Der Lauf war energetisch genial, Feuerwerk, der Nachtlauf die Stirnlampen der Läufer auf der anderen Uferseite, meine Musik im Ohr, mein Rhythmus. Na ja das ist ziemlich übertrieben. Die ersten elf km habe ich mit 87 – 92 % Puls abgespult. Ich kriegt mein Tempo nicht mehr runter. Da noch drei Runden zu drehen waren überliess ich das Problem der Zeit. Und siehe da in der Letzten Runde bewegte ich mich irgendwo knapp unter 80 und 84% um beim Schlussspurt wieder auf 90% raufzufahren.

 

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Ein Rückblick um voraus zu schauen

TVSB Juli 2010
Im Sommer 2010 während dem TVSB, dem Mountainman und beim Napf Halbmarathon wurde mir immer mehr bewusst wie sehr mein  Körpergewicht dass viel Laufen beeinflusst. Nur was ist zu tun? Wenig essen geht nicht. Das teste ich seit Jahrzehnten aus. Meinen Fokus habe ich nun von Fleisch und Teigwaren auf Riesenmengen Salat und Gemüse zu verschoben ohne jedoch auf das Andere zu verzichten. Die Wirkung lässt sich sehen.
Ich durfte viele spannende und aussergewöhnliche Menschen über Facebook und über ihre Blogs kennen gelernt. Da sind Marco Soulrunner, Thomas Eller, Marcus der Täglichläufer, Steffen Kohler,  Carsten, Niels, Ricarda, Markus Allgäuer, und und und. Alles Menschen von denen ich bis anhin nicht wusste, dass sie existieren.
Persönlich treffen durfte ich Thomas Eller in Brugg, sowie Niels anlässlich des Mountainman, und Ricarda am Bahnhof in Solothurn. Leider verflog die Zeit jeweils schnell so dass der Austausch eher zu kurz kam. Dennoch, alle diese Menschen haben mir diese Jahr sehr beeinflusst und mein Leben bereichert!
Aufgrund der Kontakte, meinem neu gestarteten Blog fühle ich mich besser, in meiner eher düstere Weltsicht erstrahlt mehr Helligkeit, es strömt Freude in mein Leben ein.
Die begonnene Weiterbildung zum Coach motiviert und eröffnet mir neuer Horizonte (ich habe das Malen wieder entdeckt). Laufen, ich laufe schon ca. 35 Jahre mehr oder weniger regelmässig, hat seinen Platz in meinem Herzen neu definiert. In einem äusserst herausfordernden beruflichen Umfeld aktiv habe ich dank eines grossartigen Arbeitgebers die Gelegenheit meinen Traum nach gesundem nachhaltigen Leben und Wohnen Ausdruck zu verleihen und so einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Welt beizusteuern.
Der dreiwöchige Radurlaub mit meiner Frau Rita, gestartet in Berlin über Dresden, Prag, Passau, Salzburg, über den Grossglockner, in die Dolomiten und über das Stilfserjoch zurück in die Schweiz war einmalig. Bei jedem Wetter, über 30 Grad in Tschechien, und Schneeregen auf dem Grossglockner erlebten meine Liebste und ich alle Un – Annehmlichkeiten des Lebens.

 

Wohnung

 

Grossklockner Juli 2010
Dolomiten
am Stelvio
!
Passo Stelvio
Früher war ich oft alleine unterwegs. Heute radeln Rita und ich gemeinsam auf den Strassen der Welt, gelegentlich traben wir zusammen auf den Trails rund um Aarau, nehmen gemeinsam oder getrennt an einem Lauf- oder Radevent teil, und besuchen die Ausbildung zum Coach. Was für ein Geschenk

 

Was ich sagen will: Ich bin tief bewegt und beschenkt vom Jahr 2010. Ich beginne zu ernten was ich die letzten 48 Jahre gesät habe.
Ausblick:
Meine Lauf – Wunschliste für die nächsten Jahre (diese ist jederzeit änderbar):
– 2011 den TVSB abschliessen 2011
– 2013 am Marathon des Sables teilnehmen
– 2012 den UTMB finishen 2012
– 2012 den Zugspitz Ultratrail abschliessen
– 2013 den TAR mit einem Laufpartner finishen
– 2013 an den 4 Trails teilnehmen
– und und und
Wesentlichere Wünsche und Ziele die allen materiellen und sichtbaren Zielen vorangehen sind:
– Persönlichen Spass am Leben freilegen.
– Körperliche Gesundheit pflegen
– Jeden Tag authentischer echter werden, Mensch werden.
– Menschen kennen lernen
– Meine innere nicht gelebte Verrücktheit nach aussen bringen
– Der Schöpfung dienen
– Meinen Passion – Path gehen
Am 1.1.11 um 0:00:00 werde ich das Jahr mit einem Marathon begrüssen. Meine liebe Frau wird mich voraussichtlich begleiten. Meine Gesundheit ist gut, ich fühle mich gesund und fit. Was bleibt ist der Respekt vor dem Lauf ab Mitternacht, die Müdigkeit.
Gerne bedanke ich mich noch einmal bei allen für die Anregungen und wünsche allen alles Gute, einen guten Übergang ins 2011 und mögen sich alle Wünsche und gemäss deinem Lebensplan manifestieren.

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Kurz mal ausgebremst

Samstag Morgen. Heute solls wieder einmal die Besteigung „meines“ Hausberges sein, 13k, ca. 400 hm. Ein paar Grad unter Null, schneebedeckte Wege, unbegangene Trails am Juranordhang. Bestes Laufwetter also, und die Sonne ist nicht weit.

 

Los geht’s! Locker – vorerst der Aare entlang.

 

Hier führen die Hundehalter der Stadt Aarau ihre Hunde Gassi……. und regelmässig will der Schäfer eines aufrechten Herrchens oder der grosse Schnautzer des netten Müssiggängers, manchmal die Dogge des sportlichen Schläfers an meinen Beinen schnüffeln, mich anbellen oder mitlaufen, weil Herrchen in der Arbeit mit dem lieben Vierbeiner nicht geschult ist.
Und jedes Mal das gleiche Spiel: „er macht nichts!“, „er will nur spielen“, jedes mal übernimmt Herrchen keine Verantwortung für sein geliebtes Haustier. Dass ich im Augenblick null Bock auf Hundekontakt habe, scheint Herrchen nicht im Geringsten zu interessiern. Er gedenkt in keiner Weise sich für das Verhalten seines geliebten Hundes zu entschuldigen ….. Im Gegenteil, wenn ich wohl etwas ungehalten darum bitte den oder die Hunde an die Leine zu nehmen darf ich mir verschiedenes anhören……. Auf 3 km drei unangenehme Hundekontakte. Mein Entscheid ist klar. Ich kaufe Pfefferspray!!

 

 

Endlich erreiche ich Bieberstein, ab hier geht’s aufwärts! Hier wird’s wohl zu anstrengend?! Einsame Trails, schneebedeckte Bäume, jungfräuliches Dasein. Die Spuren werden weniger, meine Stimmung verbessert sich, der Berg ruft.

 

Wadentief liegt der Schnee. Keuchend, mit Unterstützung meiner Stöcke stehe ich bald auf der Gislifluh. Im Norden der nichtsichtbare Feldberg im Schwarzwald, im Westen der Weissenstein bei Solothurn und im Süden Eiger Mönch und Jungfrau.

 

 

Was für ein Tag! Wie meistens beim Laufen beginnen meine Gedanken zu fliegen, von der Körperlichen Gegenwart hin zu fluiden Fezen aus Erinnungen und Träumen. Mein Leben, Erfahrungen erlebe ich als Reflexion meines gegenwärtigen Zustandes.

 

 

Westen
Wie schon oft begleitet mich die Frage nach meiner Authentizität:
Wer bin ich, wenn ich nicht der bin, der zu sein ich meine zu sein.

 

 

Norden
Bin ich ein reaktives Konstrukt meiner Erfahrungen. Wenn ja, bin ich gefangen in den Reaktionen welche ich nicht als solche zu erkennen vermag. Ich bin mehr als das! Bedingung ist, dass ich mir meiner Reaktionen, vor allem meiner unbewussten Reaktionen bewusst werde, mich differenziere, die damit verbundenen Emotionen im Kontext ihrer Entstehung fühle und daraus eine neue für diesen Augenblick angemessene Handlung einleite.
Downhill geht’s heute zur Sache. Mein Respekt vor dem Stürzen ist grad mal weg. Der Schnee liegt hoch genug. Ab geht,s ….. Einfach geil. Nix mit 75% Puls, knapp unter 90% sind’s! Bald erreiche ich die Asphaltstrasse. Da war doch vorhin noch Eis…. und schon liege ich, nein rutsche ich Kopf voran auf dem Bauch auf dem Eis….. Keine Verletzung. Und ab nach Hause.

 

 

Ausgebremst hat mich ein Tag später der Husten und der Schnupfen :-)))

 

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