#35 Von Kambodscha nach Laos

Siem Reap

Rita und ich verbringen zwei Wochen in Siam Rep. einerseits um wieder etwas Zeit zusammen zu verbringen und uns an uns zu gewöhnen. Andererseits auch weil ich mein Drachen Tattoo beenden will …..

und auch ein weiteres Tattoo stechen lassen will. Diesmal soll es ein Samurai werden. Bilder und Symbole meines Lebens und meines Ausdrucks welche mich schon seit Jahrzehnten begleiten, und nun ihren Weg von innen bis unter die Haut gefunden haben.

Der Japanische Drache hat eine besondere Bedeutung.

 

Unterarm mit zweiter Klaue
Der Samurai ringt mit seinen Dämonen. Passt!

Wir wollen auch unsere Kambodscha Visa um einen Monat verlängern so dass wir Zeit haben die Küste im Süden zu besichtigen. Der Genehmigungsprozess für die Visaverlängerung dauert zwei Wochen.

Wieder einmal kommt einiges anderes als man denkt. Zwei Tage vor der Genehmigung der Visaverlängerung taucht der Agent auf und erklärt mir das mein Visa nicht richtig abgestempelt wurde und ich somit wieder zurück zum Zoll fahren müsse, um dies zu ändern.

Ich schaue mir den Pass genau an und sehe, dass der Zollbeamte auf dem deklarations Papier den richtigen Stempel gesetzt hat jedoch auf dem Gültigkeitsdatum des Visa den Falschen Stempel gesetzt hat, nämlich denn Datumstempel meiner Einreise in Kambodscha.

WdF! Scheiss Stempel!

Natürlich kann das niemand anderes ändern selbst die Verwaltung der Visa in Phnom Penh nicht. So ein Scheiß! ich rege mich richtig auf weil ich wiederum die 500km in Richtung Laos fahren muss, mich jedoch darauf gefreut hatte mit Rita im Süden der Küste entlang ein paar gemütliche Tage gemeinsam zu verbringen.

Auf nach Laos

Die Schwüle Wärme setzt mir wiederum extrem zu. Die letzten Kilometer heute, schleiche ich nur noch so dahin und benötige alle drei bis acht Kilometer eine Pause.

Am zweiten Tag geht’s am Morgen ähnlich weiter. Schon um sieben Uhr steigt meine Körpertemperatur in kritische Bereiche.
Über uns braut sich ein Gewitter zusammen. Wir halten an einem Restaurant und kaufen eine Cola. Der Himmel öffnet seine Schleusen und innerhalb von Sekunden fallen gigantische Wassermassen.
Es wird kühler, ein frischer Wind weht und ich friere etwas.

Eine Stunde später sitzen wir wieder im Sattel und die Energie ist wieder da. Schnell legen wir die vierundzwanzig Kilometer zu unserem Tagesziel zurück.

Für die dreihundert Kilometer lange Fahrt nach Stung Treng benötigen wir vier Tage. In leichtem Auf und Ab zieht sich die Straße mit relativ wenig Verkehr durch den Norden Kambodschas.
Die außergewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit kombiniert mit hohen Temperaturen setzen unserem Tempo einmal mehr zu.
So kommt es dass wir Morgens aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit um 5:30 Uhr jeweils losfahren und relativ kurze Etappen hinter uns legen. Bereits kurz nach neun Uhr, schließen wir unsere Fahrt ab und schlendern durch die Orte wo wir den Tag verbringen.

Die Baulücke
Wieder zusammen kurbeln
Begegnungen
Mini Spital am Strassenrand

Spannend und faszinierend zu sehen ist das Spitalzimmer mit Infusionsständer am Straßenrand, die Baulücke mit Kleiderständer Traktor und Abfalldeponie, sowie die immer wieder „Hallo“ rufenden Kinder.

Zoll Kambodscha – Laos

Von Stung Treng zu den 4000 Islands. Locker und entspannt fahren wir um 5:30 Uhr morgens los. Die Straßen sind quasi autofrei und wir fahren locker in Richtung Laos.

Entgegen meiner Erwartungen, dass der falsch abgestempelte Pass Probleme machen würde, werden wir beim kambodschanischen Grenzposten nicht behelligt. Im Gegenteil der Zöllner ist äußerst freundlich und schickt uns bald in Richtung laotischem Grenzposten.
Hier geben wir unsere zwei Dollar „Stempelgebühren“ pro Pass ab und schon sind wir drin, in Laos. Kurzum haben wir die zwanzig Kilometer bis zum Fähranleger nach Don Der abgespult. Aufgerundet gibt es keinen ATM Automaten. Einige unsere Karten funktionieren nicht. Leicht nervös schiebe ich die letzte Karte in den Schlitz und gebe den Code ein. Endlich das Gerät spuckt das gewünschte Geld. Umgehend sitzen wir in der Fähre nach Dan Det zu den viertausend Inseln.

4000 Islands, Laos

Die Ruhe hier ist besonders. Obwohl die Inseln bei Laos Touristen sehr beliebt sind, befinden sich zurzeit sehr wenige Gäste hier. Alles fließt ruhig daher wie der braune Mekong gemütlich die Inseln umfliessend sich in Richtung Kambodscha bewegt.

Über den Mekong
Der Mekong fliesst.

 

Augenblick
Kind

 

Pokemon

Noch einmal genießen wir die Ruhe und Gemütlichkeit Südostasiens. Diesmal hier bei den 4000 Islands. Hier treffen wir auf Thomas, einen Franzosen welche vor einem Jahr in Frankreich zu seiner Weltreise aufgebrochen ist. Sofort entsteht zwischen uns dreien eine emotionale Verbindung, wir verstehen uns auf tiefere Ebene und verbringen viel Zeit miteinander über unsere Erlebnisse und auch persönliches zu diskutieren. Wir hoffen sehr, dass wir uns in ein paar Wochen in Thailand wieder treffen.

Thomas aus Frankreich.
Don Det City
Locker drauf
Morgenlicht
Neugier

Planänderung

Ursprünglich hatten wir beschlossen von Laos wiederum nach Kambodscha einzureisen. Wir beschliessen nun in Richtung Norden zu fahren und südlich von Pakse, dann Richtung Westen nach Thailand abzubiegen. Von dort aus geht’s dann in Richtung Pattaya.

Leider hat Rita in Siem Reap Ihren Kindle zu Boden fallen lassen. Dabei ist das Glas gebrochen und somit der Kindle unbrauchbar geworden.
Bei mir am Velo fällt das Schalten sehr schwer. Als ich das kaputte schaltkabel vor zweitausend Kilometern ersetzt habe, habe ich die alte Kabelhülle nicht ersetzt. Nun ist die Reibung zwischen Kabel und Kabelhülle so groß, dass ich nur mit Handschuhen schalten kann.
Der Bildschirm von Ritas iPhone 6 hat viele weiße Streifen auf dem Bildschirm gebildet. Es funktioniert zwar noch, vieles ist jedoch nur schwer leserlich und es ist unmöglich Bilder zu bearbeiten. Kommt dazu, dass die Speichermöglichkeiten mit sechzehn Gigabyte recht beschränkt sind.
Wir werden also noch einen Abstecher nach Bangkok machen müssen, um Ersatzteile zu kaufen und, so hoffe ich jedenfalls den Kindle und das iPhone zu ersetzen.

Wie man sieht bleibt man als Radreisenden nicht von alltäglichen Problemen verschont, im Gegenteil aufgrund der intensiven Lebensweise tauchen die Herausforderungen sehr regelmäßig und in kurzen Abständen auf.


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