#32 Bist Du bereit den Preis der Freiheit zu zahlen?

Es gibt wohl einige Leser meines Blogs und meiner Beiträge auf sozialen Medien, welche der Illusion verfallen sind, dass mir alles sehr leicht fällt und ich vom Glück gesegnet bin, weil mein Leben so verläuft wie es verläuft.

Vieles tönt einfach, vielleicht sogar so, als würde es für mich selbstverständlich sein, und so als wäre mir alles in den Schoß gefallen.
Für mich ist es heute tatsächlich so, dass es selbstverständlich ist so zu leben wie ich lebe.

Ich habe die Frage: „Bist Du bereit den Preis der Freiheit zu zahlen?“, mit Ja beantwortet. Ich habe den Preis für das Leben wie ich es lebe bezahlt und bezahle immer noch dafür. Es war nicht immer selbstverständlich geschweige denn einfach ….

Merke: „Wäre mein Leben für mich auf irgendeine Art und Weise nicht selbstverständlich, müsste ich in meinem Leben dringenst etwas ändern um etwas zu verstehen, damit ich zum Selbst-Verständnis zu komme, mein Selbst zu verstehen.“

Es ist tatsächlich auch so, dass es an Glück grenzt, dass wir in einem der reichsten Länder des Westens geboren werden. Dies macht die ganze Sache für mich einfacher.
Für viele Menschen jedoch aufgrund ihrer Anhaftung an Materie und ihrem Glauben an Lügen welche die Gesellschaft ihnen erzählt, sowie ihren Süchten welche sie nicht bereit sind abzulegen, jedoch ist es viel schwieriger etwas zu ändern, eher kein Glück im Westen geboren zu sein.

DerPreis, den es für die eigene Freiheit zu zahlen gilt, scheint mit steigendem materiellen Vermögen immer größer zu werden.

Trotz meines vordergründigen Glücks und leichten Lebens, will ich nicht unerwähnt lassen, dass es in meiner Kindheit und Jugend Erfahrungen gibt, welche ich niemandem, na ja außer vielleicht Menschen die wirklich sehr sehr bösartig handeln, wünschen würde.
Noch heute reagiere ich unter Umständen äußerst heftig auf physischen und sexuellen Missbrauch, Lügen und Ignoranz, weil mein System bei Auftauchen solcher Verhaltensweisen ein Backflash aus meiner Jugendzeit erlebt und dann mit aller Kraft das Steuer an sich reisst. Selbst heute noch, nach vielen Jahren emotionaler und psychologischer Arbeit kann ich gelegentlich mein System nicht zurückhalten.
Dies beeinflusst mein Leben seit Jahrzehnten nachhaltig.

Während den Jahren der Reflexion wurde meine Wahrnehmungsfähigkeit für Missbrauch, Lügen, Ungerechtigkeit, Arroganz und Ignoranz geschult und ist heute ein fein gestimmtes Instrument welches mir hilft durch die Welt zu gehen. Manchmal scheint diese Gabe ein Geschenk zu sein und manchmal ein Drama.

Letztens habe ich eine Nachricht bekommen, in welcher eine junge Frau mich fragt, wie meine Frau und ich unser Ausbüxen finanzieren? Dies ist kein Geheimnis, scheint es mir doch wichtig, dass man sieht wie einfach es eigentlich ist etwas Vermögen anzuhäufen, wenn man im reichen Westen lebt und mehr oder weniger einem geregelten Job nachgeht.

Als ich knapp über 20 Jahre alt war, habe ich von Freiheit geträumt, jedoch nicht davon, ewig lang um die Welt zu reisen.
Ich habe auch nie darüber nachgedacht Geld anzuhäufen um meine Träume zu erfüllen.

Damals war es mein primäres Ziel meine Lehre als Hochbauzeichner erfolgreich abzuschließen und dann, sobald wie möglich einen Vorbereitungskurs für das Architekturstudium zu besuchen. So war die Chance gross, die Aufnahmeprüfung erfolgreich zu bestehen. Nebenbei verfolgte ich die Realisierung meiner damaligen Träume bereits konsequent und kompromisslos, jedoch eher unbewusst. Mir fehlte die Liebe zu mir selber.

Mehrere Liebesbeziehungen fielen über die Jahrzehnte auseinander, weil ich nicht bereit war mich den gesellschaftlichen Normen und Vorgaben unter zu ordnen. Meine Träume zu leben war und ist mir wichtiger, als eine unechte Liebe einer Person zu erleben.

Was ich getan habe, und das ziemlich radikal, ist dass ich schon früh mein verdientes Geld zum grossen Teil nur für das genutzt habe, was mir wirklich Nutzen zur Umsetzung meiner Träume bringt.
Übersetzt bedeutet das, dass ich wenig Geld im Ausgang ausgegeben habe, viel lieber zu Hause esse als in einem Restaurant, materielle Güter mir nicht wirklich wichtig sind, ich hohe Qualität sehr schätze und mir diese auch leiste. Ich habe mir immer nur Dinge gekauft welche ich auch bar bezahlen konnte.

Früh habe ich begriffen, dass Materie keine Erlebnisse vermittelt. Erleben kannst du nur etwas, wenn du dich körperlich bewegst und dich dem Leben aussetzt. Das sportlich beworbene Auto, der Rucksack welcher dir ein Abenteuer verspricht oder die teuren Wanderschuhe welche du kaufst und viel zu wenig nutzt, werden dir nie die Erlebnisse geben, welche die Werbung für eben diese Dinge verspricht.

Du musst selber raus! „Es riskieren“! Das begriff ich in jungen Jahren, als ich darüber nachdachte was wichtig ist. Und diese Erkenntnis hatte fundamentalen Einfluss auf meine Art Geld auszugeben.

Darauf habe ich mit 30 Jahren auf ein Auto verzichtet und die Kosten welche Autos erzeugen relativ konsequent zur Seite gelegt. Also ca 300€ – 400€ pro Monat, sind ca 4’000€ pro Jahr, sind 120’000€, eher mehr in 30 jahren….

Merke: Jeder Mensch welcher ein Auto sein Eigen nennt, könnte innerhalb von 30 Jahren locker 120’000 € auf der Kante haben. Die Frage ist nur: „Bist Du bereit den Preis dafür zu zahlen?“

Mein Traum war damals schon lange, frei zu sein, in einem Wohnwagen zu leben, und dabei ganz normal arbeiten zu gehen.
Geträumt, geplant, getan. 10 Jahre habe ich das gemacht und habe dabei jeden Monat den Mietzins welchen ich für eine Wohnung hätte zahlen müsste zur Seite gelegt, also ca 1000€ pro Monat sind 12’000€ pro Jahr. Gibt 120’000€ in 10 Jahren.
Mit dem Kauf eines Wohnwagens habe ich mir einen Traum erfüllt, einen Traum in welchem ich Freiheit erleben konnte. Die Wirkung ist verblüffend.
Die Frage dabei ist nur: „Bist Du bereit den Preis dafür zu zahlen?“

Später als ich meine Frau kennen lernte und nun anders Leben wollte, habe ich mit einem Teil des Geldes auf dem Bankkonto locker ein Haus finanziert. Dieses wird nun 2019 verkauft.
Auch hier stellt sich die Frage: „Bist Du bereit den Preis dafür zu zahlen?“

Da ich mir nichts weggespart habe und mir weiterhin meine Träume erfüllt habe, habe ich gut gelebt.

Als ich vor 2015 kurz vor einem Burnout stand, haben meine Frau und ich unsere Bankkonten gecheckt und dabei fast ungläubig festgestellt, dass wir finaziell nicht mehr so abhängig waren, wie wir glaubten es zu sein. Wie geil ist das denn!

Um unseren Traum vom Ausbüxen zu realisieren galt es wiederum folgende Frage mit Ja zu beantworten: „Bist Du bereit den Preis dafür zu zahlen?“

Ja, wir sind bereit den Preis zu zahlen. Selbst dann, wenn in mir oftmals Stimmen laut rufen, dass alles zusammenbrechen wird und diese Stimmen auch behaupten, dass ich irgendwann am Straßenrand sitzen und um Nahrung betteln werde. Um diese Angst zu erforschen, bin ich 2003-2004 sechs Wochen lang im tiefsten Winter ohne Geld zu Fuss durch die Schweiz gepilgert. Damals habe ich während dieser sechs Wochen drei bis vier Kilogramm an Gewicht zugelegt und dabei faszinierende sehr grosszügige Menschen kennen gelernt.

Bist du bereit diesen Stimmen in dir Grenzen zu setzen um frei zu leben? Bist du bereit den Preis zu zahlen, den es zu zahlen gilt, um im besten Fall, das zu erhalten wovon du zu träumen wagst?

Bist du bereit die Kritik deiner Familie, deiner vermeintlichen Freunde und deiner vermeintlichen Liebsten zu er-tragen weil du es wagst deinen Träumen zu folgen?

Was ich dir zu 100% zusichere:
Solltest du auf diese simple Frage: „Bist Du bereit den Preis dafür zu zahlen?“ Mit „Ja“ Antworten, und gehst du dann radikal deinen Weg, werden neue Freunde in deinem Leben auftauchen, Freunde die dich so lieben WEIL du deine Träume verwirklichst, WEIL du so bist wie du bist.

Dazwischen, während der Übergangsphase wirst du verschiedene widersprüchliche Erfahrungen machen, du wirst „Eier“ entwickeln müssen um Nein zu sagen weil du Ja zu dir sagst.

Manchmal tauchen sie in meinem Geist auf, diese Bilder, als ich 1994 meinen sicheren Architektenjob gekündigt habe um bei der Caritas Schweiz eine neue mir unbekannte Arbeitsstelle anzutreten.
Als ich meinen Eltern voller Freude mitteilte, dass ich meinen Architektenjob aufgebe um bei der Caritas Schweiz anzuheuern, hat mein Vater mir gesagt: „lch werde der Caritas Schweiz nie einen Cent spenden!“ Dies war seine eher unglückliche Art mir klar machen zu wollen, dass er das doof findet was ich tue. Dazu habe ich heute eine Antwort: „Fick dich!“

 

Frei, schwarz gerade aus

Der Job war ein Traumjob. Frühmorgens, als viele Menschen noch mit dem Kopf auf dem Kissen weilten und von Abenteuern träumten, stand ich in meinem Wohnwagen auf, schlürfte einen dampfenden Kaffee und zog mich an.
Kurz vor Sonnenaufgang fuhr ich oft los, querte die höchsten Schweizer Pässe, erlebte Sonnenaufgänge, einsame Strassen und die Bergwelt um „meine“ Bergbauern zu besuchen. Von Anfang März bis Ende November sass ich, wenn ich beruflich fahren musste auf meinem Bock, bei jedem Wetter.

 

Frei, schwarz gerade aus

Umgehend sehe ich mich auch wie ich seit Mai 2016 auf meinem schwarzen vollgepackten Fahrrad sitzend die Welt erfahrend, dem Wetter, Natur und allem ausgesetzt bin, da schlafe wo ich will, und wie ich dabei frei bin das zu tun was ich will. An meiner Seite, fast immer mit einem Lächeln im Gesicht, meine liebste Frau, welche mich so liebt wie ich bin und liebend gern mit mir die Welt erfährt.

Noch sind es rund 500 km bis Siem Reap in Cambodia also mximal 5 Tage Fahrt (eher 4Tage), und 14 Tage Zeit bis ich dort sein will. Denn dort werden wir, Rita und ich physisch wieder zusammen sein. Vier Monate sind wir nun auf je einzelnen getrennten Pfaden unterwegs, alleine erfahrend und reflektierend um bald gemeinsam wieder neue Wege zu beschreiten.

Der Mekong fließt

Was gibt es zur Zeit besseres, als ein paar Tage am Mekong River in einem schlichten Guesthouse einzuchecken, dort in einer Hängematte zu liegen und den Tag Tag sein zu lassen.

Viel Zeit um Träume in Pläne umzusetzen und diese baldmöglichst Realität werden zu lassen.

Der Mekong fließt.

Alles hat seinen Preis im Leben. Du musst nur bereit sein diesen Preis zu bezahlen.

Bist DU bereit den Preis zu zahlen?


7 Comments

  • Jochen

    14. Oktober 2018

    Hi, ich bin nicht so ein Weltenbummler wie ihr, und bewundere euch dafür. Ich lese eure Berichte sehr gerne, weil man ja so noch einen kleinen Teil der Welt mitbekommt.

    Etwas Kritik muss trotzdem sein: bitte versteht mich nicht falsch, jeder lebt sein Leben wie er möchte und das ist gut so, aber eure Definition von „welchen Preis bis Du bereit zu zahlen“, der ist aus meiner Sicht völliger Unsinn.
    Ich mein, was ist das für ein Preis, statt einem Auto und einer Wohnung einen Wohnwagen zu besitzen?
    So wie ich das sehe warst Du/ wart ihr schon immer der Typ „frei sein“, machen was man will, wann man es will. Da ist für mich nichts dran irgendeinen Preis zu zahlen, wenn man das macht.
    Ein Haus verkaufen, was anscheinend eh nur Mittel zum Zweck war. Wenn man vorher in einem Wohnwagen lebte, ist das aus meiner Sicht ja auch eher eine Belastung.
    Einen Preis zu zahlen heisst für mich, von sich selbst etwas abzugeben, einen Teil von sich aufzugeben. So wie Du das schreibst, ist für mich bei euch ja eher das Gegenteil der Fall.

    Wie gesagt, das ist für mich in Ordnung, und wenn es jetzt so klingt, dass da jemand neidisch ist, dann liegt das sicher auch daran, dass es teilweise so ist. Aber eben deshalb, weil ich einen Preis gezahlt habe. Nämlich etwas von mir aufzugeben für andere Verantwortung zu übernehmen.
    Aber wenn ich jetzt losziehen würde, um mal eben 6 Wochen durch die Schweiz zu wandern, dann würde ja nicht ich den Preis bezahlen, sondern genau die Menschen, die sich auf mich verlassen.

    Also, habt Spass daran was ihr macht, geniesst es. Ich werde weiterhin eure Reiseerlebnisse lesen und Fotos bestaunen.
    Aber tut dabei nicht so, als wenn ihr jetzt wer weiss was geopfert hättet. Habt ihr nicht.

    Grüsse
    Jochen

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    • Guido

      15. Oktober 2018

      Hallo Jochen herzlichen Dank für deine Zeilen welche ich nicht als Kritik verstehe, sondern als Anregung mich klarer auszudrücken.
      Es stimmt, alle Menschen leben ihr Leben so wie Sie es wollen. Tiefenpsychologisch stellt sich dabei die Frage, ob sie aus dem Herzen heraus wirklich so leben wollen wie sie es tun.
      Damit meine ich vor allem ob sie aus Konditionierungen heraus so leben wollen, ob sie aus Angst heraus so handeln wie sie handeln

      Oder tun sie es aus innerer Freiheit heraus.

      Darin liegt der größte Unterschied.

      Auf meinem Blog erzähle ich ausschließlich meine persönliche Geschichte und meine persönlichen Erfahrungen / Reflexionen welche sich so darstellen wie sie eben sind.
      Diese sehr persönlichen Geschichten machen mich angreifbar. Dies ist mir zutiefst bewusst. Dennoch finde ich es gut das so zu tun.
      Du hast völlig recht dass man etwas von sich selbst abgibt, wenn man frei sein will.
      In meinen Augen gibt man nur etwas vom Ego ab. Das Ego – der Verstand liebt es gar nicht sich zu verändern. je näher wir unserer innersten Vision kommen desto mehr wird das Ego „zurück gestutzt“. Es beginnt auch sehr zu rebellieren und führt viele mentale Argumente gegen eine Veränderung ins Feld.

      Gelegentlich tauchen nach Veröffentlichung meiner Blogbeiträge Kritiker auf den Plan und beurteilen was sie lesen aus ihren eigenen Erfahrung heraus ohne mich oder mein Leben im Geringsten zu kennen 😉😉. Das ist gut so. Diese Kritiker sind es, welche mich motivieren tiefer zu graben und meine Werte zu prüfen. Mein größter Kritiker ist übrigens meine Frau.

      Wenn du also beim Lesen meiner Zeilen heraus zu verstehen glaubst, dass ich mich als Opfer sehe (Opferdenken tun Menschen welche in der Täter – Opfer Schleife gefangen sind), dann muss ich dir dazu Antworten, dass es nicht so ist. Meine Entscheide sind bewusst und ich bezahle einen Preis dafür (dies ist nicht Opferdenken, es ist einfach eine Realität).
      Ich fühle mich weder als Opfer noch als Täter ich folge einfach meiner Intuition. Dabei lege ich Wert auf ein lebensbejahendes Handeln. Das ist alles.

      Die Opfer – Täter Schleife habe ich vor Jahren verlassen. Heute beschäftige ich mich zum größten Teil mit Kontextfragen. Also vielmehr Ursache und Wirkung.
      Ich lande zwar gelegentlich wieder drin, in der Opfer – Täter Schleife, finde jedoch schnell wieder heraus in die Frage nach Ursache und Wirkung. Die Opfer – Täter Schleife ist nicht mehr mein Spielplatz.

      Mit der Zeit wird es einfacher Veränderungen einzuleiten. je mehr dass du aus deinem Innersten heraus Veränderungen einleitest desto mehr erkennst du das alles andere banal und nicht wirklich wichtig ist.

      Ein wesentlicher Schritt bei mir war der Wechsel vom Leben im „Luxus“, zum Wohnwagen, Reihenhaus, Wohnung weiter zu einer schlichteren Lebensweise. Materie hat schlicht keinen großen Wert. Es dient einem Nutzen, dann kann man es weitergeben.

      Was ich sehe und würdige ist, dass du selber für dich einen Entscheid gefällt hast. Denjenigen, für einer Gruppe von Menschen Verantwortung zu übernehmen.
      Dafür zahlst du einen Preis welchen nur du bewerten kannst. Ich gehe davon aus, dass du dich nicht als Opfer siehst und du diese Aufgabe von Herzen tust.

      Natürlich ist es in meinem Fall auch so dass ich Verantwortung für Menschen übermehme. Dies bedeutet in meinem Fall nicht, dass ich nicht das tun könnte was meiner innersten Leidenschaft und Freude entspricht. Um es anders auszudrücken. Verantwortung übernehmen hat verschiedene Gesichter.
      Diejenigen Menschen welche mich persönlich kennen wissen das aus persönliche Erfahrung mit mir.

      Einen Preis den ich beim Reisen bezahle ist derjenige, dass ich viele meiner geliebten Menschen nicht oft sehen kann, da sie sich auf der anderen Seite der Erdkugel befinden. Einen weiteren Preis welchen ich zahle ist, dass ich mit dem Gefühl lebe andere verlassen zu haben, und dass ich in einer Gesellschaft, welche ich größtenteils als krank empfinde keinen Boden finden kann. Dies lässt mich manchmal traurig und unglücklich sein weil ich mich alls Aussenseiter erkenne.
      Auf der anderen Seite und dies stimmt mich besonders glücklich ist, dass ich die letzten Jahre, alle paar Monate Nachrichten von Menschen bekomme welche ich unterwegs getroffen habe.
      Diese Nachrichten lauten in etwa wie folgt:
      Ohne dich Guido hätte ich in meinem Leben nichts geändert, danke!
      Guido, danke du hast mein Leben verändert!
      Guido, danke dass du so direkt bist. Du hast mein Leben verändert!

      Natürlich habe ich das Leben dieser Mensch nicht verändert. Unsere Gespräche und herzlichen Auseinandersetzungen haben uns verändert.
      So sehe ich heute, dass ich durch den Kontakt mit einigen Menschen dazu beitragen durfte, dass diese ihr Leben lebenswerter gestalten konnten.

      Wer in obigen Zeilen Prahlerei zu lesen glaubt täuscht sich. Es ist eine schlichte Beschreibung dessen was mir gelegentlich unterwegs zustöst.

      Du siehst Jochen dein Text hat mich sehr zum Denken und Reflektieren angeregt. Danke dir dafür!
      Alles Gute und LG Guido

      Reply
  • Nyffi

    6. September 2018

    Lieber Guido
    Ich kann sehr ganau fühlen wie es dir geht. Auch ich habe nach 25 Jahren in der IT und einem scheinbar sorglosen Leben, einen Neuanfang in einer kompletten anderen Branche gemacht…ich bereue den Schritt kein Minute und bin viel ausgeglichener und glücklicher.
    Mache weiter deinen Weg, ich bleibe dir auf den Fersen 😉.
    Liebe Grüsse
    Nyffi

    Reply
    • Guido

      8. September 2018

      Hallo Franky herzlichen Dank für deinen Kommentar! Wenn man den Schritt wagt, ist das was man bekommt meine Erfahrung nach genauso wie du es beschreibst.
      Ich wünsche dir eine gute Vorbereitung für dein anstehendes Abenteuer. LG Guido

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  • Annette

    4. September 2018

    Hallo Guido,
    Bisher habe ich immer nur deine Fotos und
    Facebook Kommentare bewundert, aber der heutige link zu deinem Blog hat mich nun hierher gemacht, und ich freue mich darauf deinen Blog zu lesen
    Ich fahre heute mit dem Zug aus,der Slowakei zurück, wo ich 3 Wochen mit dem Rad unterwegs war, und das lesen deines Blogs wurde nur die lange Zugfahren sicher ein wenig verkürzen.
    Dir eine gute Fahrt nach Cambodia.
    Liebe grüße Annette

    Reply
  • Karin

    3. September 2018

    Danke Guido für diesen Beitrag. Ich verstehe dich nun besser und du hast mir damit auch einen Weg gezeigt, mich in gewissen Lebenssituationen besser zu verstehen. Ergo, den Mut aufzubringen, neue Wege zu gehen.

    Sah letzte Woche per Zufall Rita in Büren. Die Begegnung nur kurz, aber intensiv. Sie ist eine wunderbare Frau. Diese Ausstrahlung und Kraft sind beeindruckend.

    Häbets guet! 🙂

    Reply
    • Guido

      3. September 2018

      Hallo Karin, herzlichen Dank für die Rückmeldung, sie freut mich sehr! Irgendwie sind wir Menschen uns doch immer wieder ähnlich! Ja Rita ist eine besondere Frau, ich bin äußerst glücklich sie an meiner Seite zu wissen. ❤️❤️❤️
      hoffentlich finden wir Zeit uns im Frühjahr 19, wenn wir in der Schweiz sind, uns zu sehen. GLG Guido

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