#31 Gedanken, Reflexionen zum Sein

Meine Posts und und Blogbeiträge lösen gelegentlich das Schreiben von, in meinen Augen, kontroverser Kommentare aus. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich an alle Kommentar schreiber!
Diese Kommentare sind es oftmals, welche bei mir Gedankenund Reflexionen zum Sein auslösen und zur Klärung meiner Motive betreffend der  Inhalte meiner Posts und Blogbeiträge anregen!

Während meinen langen Fahrten reflektiere ich oftmals Kommentare, welche ich auf Facebook erhalte, stundenlang und kläre für mich inwieweit diese für mich wichtig sind und, was ich daraus lernen oder während meiner Fahrt anpassen könnte.

Ich tue dies nicht weil ich ein schlechtes Gewissen hätte, sondern weil ich überzeugt bin, dass alles was mich innerlich bewegt für mich eine Bedeutung hat und ich daraus etwas lernen kann.
Es gibt manchmal Kommentare, welche mich zutiefst ärgern, andere erschrecken mich und es gibt solche, wo ich auch wahrnehme, dass der oder die kommentierende Person in ihrerr eigenen Geschichte gefangen ist und diese auf mich projeziert.

Nachfolgend habe ich zum besseren Verständnis meiner Motive und meiner Art die Welt er-fahren dies versucht in Worte zu fassen.

Ich reise, um die Welt genau so zu er-fahren, wie ich sie erfahre. In mir fühlt sich nichts an, als hätte ich irgendetwas verpasst, als würde ich zu schnell fahren, einen Wettkampf fahren, zu langsam fahren, zu viel besichtigen, oder zu wenig besichtigen. Ich bin weder zu müde, noch zu frisch, zu hungrig, oder zu satt. Auch bin ich weder zu nett, zu freundlich, zu wütend oder was auch immer andere in mir zu erkennen meinen.

Zum größten Teil der Zeit bin ich mit meinem Seelenzustand und auch mit meinen körperlichen Befindlichkeiten sehr zufrieden.

Also übersetzt bedeutet dies auch, dass wenn ich verärgert bin oder in depressive Verstimmung oder auch voll von Freude und Spaß, ich in einem Zustand bin, in welchen ich meine Emotionen so nehme wie sie sind und diese für mich belebend, ein Ausdruck dafür sind, dass ich lebendig bin

Dies bedeutet natürlich nicht dass ich mich dann nicht mit meinen Emotionen und Seelenzustand beschäftige. Im Gegenteil gilt es doch für mich zu prüfen, woher, warum und wieso ich in diesen Zustand gekommen bin. Je länger ich das tue und die Situation kläre, desto mehr fühle ich mich mit den jeweiligen Emotionen verbundenund sehe sie als persönler Ausdrck meines Selbst.

Jeder Tag, an welchem ich nicht fahre ist in sich rund und perfekt. Natürlich versucht mein Verstand, mein mentaler Anteil mir gelegentlich anderes einzureden. Nur ist mein Verstand nicht ich. Auch die Anregungen meines mentalen Anteiles prüfe ich immer wieder sorgfältig.

„MEIN VERSTAND MEIN MENTALER ANTEIL HAT KEINEN PLAN VON DEM WOFÜR ICH GEBOREN WURDE UND WOFÜR ICH PERSÖNLICH IM INNERSTEN BRENNE“.

Insofern kann mein Verstand, mein mentaler Anteil, mir nur Tipps geben, welche ich dann eingehend überprüfe und mit meinen intrinsischen Motiven in Einklang bringen kann, wenn es denn geht.

Als Mensch mit einem hohen Anteil an innere Unruhe, andere würden es als hyperaktiv oder ADHS nennen, habe ich gelernt auch diese Energie zu nutzen und ihr intuitiv zu folgen. Andere Menschen würden sich dafür Medikamente wie Ritalin in sich hinenschieben, schlimmer noch ihren Kindern aufnötigen, um sich zu beruhigen und Gesellschaftskonform zu werden. Sprich, so zu handeln wie die Gesellschaft es erwartet.

„I DON’T GIVE A SHIT FOR THINGS LIKE THAT!“

Meine Energie, meine Art sich auszudrücken ist so wie sie ist einzigartig und für mich okay.

Es gibt keinen Ort welchen du gesehen haben musst.

Es gibt kein Tempo welches du einhalten musst.

Es gibt nichts was du gegessen haben musst.

Es gibt nichts was du getan haben musst.

Es gibt keine „Bucketlist“.

Es gibt keine Ziellinie.

Es gibt keine Medaille.

Es gibt keinen Lohn.

Es gibt nur eine Energie aus meinem Innersten. Sie leitet mich dahin wo ich hin gehe und dorthin wo ich etwas erfahren möchte.

Sollte meine Intuition einen neue Richtung einschlagen, sind alle jede Ideen und Visionen jederzeit änderbar.

Auf dem Weg den ich gehe, atme ich das ein, was auf mich zukommt, sei dies gesellschaftlich gesehen schön, hässlich, fantastisch, super, einmalig, langweilig, zu heiss, zu kalt, böse lieb oder was auch immer.

Ich liebe alle diese Erfahrungen, sind es doch diese, welche alles zu einem Ganzen machen, es rund machen. Ich erfreue mich dabei meiner auftauchender Emotionen welche mich bewegen und mich zum Denken, vor allem zum Reflektieren anregen.

Ich liebe all meine energiereichen, wilden Emotionen, mein Zorn und meine Wut mehr als alle mir nahestehenden Personen. Wie könnte ich etwas was zu mir gehört nicht lieben?
Ja Leute, wegen meiner Liebe zu mir und zu meinen Emotionen haben mich schon einige „Freunde“ verlassen. Auch solche Freunde, welchen ich dank dieser Emotionen buchstäblich das Leben gerettet hatte.

Hast du einmal begonnen auch diese meist vom Mainstream nicht so geliebten Emotionen zu lieben, liegt es an dir mit diesen so umzugehen, dass sie lebensbejahend wirken und nicht lebenszerstörend. Manchmal gelingt es mir gut andere Male etwas weniger.

Mein öffentliches Comitment dazu, und das damit einhergehende tätowieren eines japanischen Drachens auf meiner Schulter hat letztes Jahr zu kontroversen Diskussionen geführt.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da hatte ich im Glauben daran, dass es darum geht im Leben irgendwelche Ziele zu erreichen um glücklich zu sein, eine ellenlange Checkliste mit zu erreichenden Zielen erstellt. Diese habe ich über die Jahre abgearbeitet, und immer wieder mit neuen Zielen ergänzt. 💪💪💪

„Mann war ich damals stolz über meine abgearbeitete Checkliste. Heute lächle ich darüber.“

Eines Tages im Jahre 1999 ging ich diese Checkliste durch und stellte fest, dass ich alle Punkte bis auf einen Punkt auf dieser Liste abgehackt und mir erfüllt hatte.

Das letzte unerreichte Ziel habe ich noch immer nicht abhacken können, es ist der Besuch eines Schreibmaschinenkurses.

Ich werde mir dieses Ziel auch nie erfüllen, denn nun wo ich hier sitze diktiere ich 90 % meiner Texte und benötige meine Finger nicht. 😂😂😂

Merke:
Mentale Ziele und der Weg diese zu erreichen, halten unseren Verstand beschäftigt und hindern uns dabei daran, unsere Emotionen wahrzunehmen, diese zu reflektionen und zu integrieren.

Die Welt im Außen ist nur die Bühne und der Ort wo wir tanzen und spielen.

UnsereEmotionen sind es, welche die Verbindung vom Körperlichen zu Seele sind.

Herzlich Guido


9 Comments

  • Frederick Schmidt

    27. August 2018

    Deine innere Welt wird nach außen reflektiert, du bist die Welt und die Welt ist in dir!

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  • Remo

    25. August 2018

    lieber guido
    mich hast du nicht verloren, im gegenteil… ich verneige mich von dir und zolle dir respekt! du bist bei dir und da lässt dein text kein zweifel daran.
    ich bin stolz dich kennen zu dürfen und wünsche dir weiterhin viele spannende begegnungen mit dir und unserer welt in der wir leben 😉

    alles gute und herzliche grüsse, wo auch immer du bist,
    remo

    Reply
    • Guido

      26. August 2018

      Lieber Remo
      Sehr schöne Worte herzlichen Dank. ja oftmals ist es so dass wo sich eine Türe schließt andere Türen sicher öffnen wie bei uns zwei ❤️.
      Unsere leider viel zu kurzen Begegnungen haben sich tief in mich eingegraben. Danke dir dafür!
      Ich werde mich bei dir melden wenn ich in der Schweiz bin. GLG Guido

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  • Matthias

    25. August 2018

    Guten Morgen Guido,
    schon zu Deinem Vietnambericht wollte ich schreiben, jetzt MUSS ich.
    Ich begleite Dich seit einiger Zeit auf Deinen Reisen. China, Suedostasien…Ich war nicht mit dem Rad aber mit dem Rucksack unterwegs.
    Interessant fuer mich ist immer Deine Sichtweise. Vietnam, kleiner Bruder der Tigerstaaten, hat viel erlitten. Ich habe Vietnam mehrfach bereist und leider auch feststellen muessen, dass sich auf der Jagd nach dem Dollar viel unschoene Veraenderungen ergeben haben, Monstertrucks jagen durch kleine Doerfer, der Verkehr ist Wahnsinn…Und trotzdem mag ich dieses Land und seine Menschen. Mit dem Rad durchs Mekongdelta.
    Eigentlich wollte ich aber auf #31 eingehen.
    Habe gerade ein kleines Buch gelesen „Andy Andrews – Die Begnung“…Fazit: Alles ist eine Frage der Perspektive. Mach den Schreibmaschinenkurs (steht auch auf meiner Loeffelliste)…Dein Gehirn arbeitet anders, Deine Finger werden gelenkiger UND es ist echte Handarbeit.
    Bei mir gibt es Tage an denen ich einen Plan habe, nichts davon ist am Abend erledigt…Meine Sicht – FREIHEIT – ich kann frei ueber mich, meine Zeit, mein Tun entscheiden. Ein Genuss, wenn man abgekettet von Zivilisationsgaleere, wieder selbstbestimmt Entscheidungen treffen kann.
    Ich koennte noch viel schreiben, Du muesstest viel lesen…
    Teile weiter Deine Reiseeindruecke mit, Deine Gedanken, ich werde sie lesen und auch reflektieren.
    Alles Gute fuer Dich vor allem bleib gesund und achte auf Dich
    Matthias
    (in einer Woche mit dem Rad nach Venedig/Verona unterwegs, worauf ich mich sehr freue)

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    • Guido

      25. August 2018

      Hallo Matthias herzlichen Dank für deine Zeilen. Sie regen mich sehr zum Denken an und lassen mich nicht unberührt. Betreffend der täglichen Pläne geht es mir oftmals auch so, dass ich Etwas oder Vieles erledigen möchte, am Abend jedoch noch nichts erledigt habe….

      Ich habe bei Amazon die Inhaltsangabe und Rezensionen über das Buch „die Begegnung“ gelesen. Gutes Buch!

      Die Herausforderung mit der Hand zu schreiben ist weniger das Problem des Handwerks sondern meine Rechtschreibschwäche. Das Diktieren ist für mich definitiv eine Erleichterung. Das Nachbearbeiten der Texte erfordert meine totale Fokussierung.

      Ich wünsche dir eine schöne Fahrt in Richtung Venedig viel Spaß und natürlich immer eine Handbreit Luft unter den Felgen. GLG Guido

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  • Thomas

    25. August 2018

    Gut so

    Reply
    • Guido

      25. August 2018

      Danke Thomas!

      Reply
  • Klaus

    25. August 2018

    Hallo Guido,

    sehr inspirierende und nachdenklich machende Worte und Sätze von Dir die mich sehr bewegt haben.
    Danke dafür,
    Klaus

    Reply
    • Guido

      25. August 2018

      Hallo Klaus,
      Herzlichen Dank für deine ehrlichen Zeilen. LG Guido

      Reply

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