Der Pamirhighway die Schlüsselstelle unsere Reise zu den Olympischen Spielen 2018

Der Pamir Highway präsentiert sich uns in seiner ganzen Größe seiner Schönheit und seiner rauen Seite. Seit knapp 7 Monaten mit 11.000 km sowie 88000 Metern sind wir nun unterwegs in Richtung Olympische Spiele in Südkorea

Idealerweise von unten nach oben lesen.

11.09.17 Osh Kirgistan

Am letzten Pass
Haarnadeln
In Kirgistan

Dies sind ein paar Eindrücke in verbale und visuelle Form. Wirklichkeit lässt sich tatsächlich nur erfahren wenn du vor Ort bist.

Herzlichen Dank wenn du diesen Blogbeitrag teilst.

Herzlich Guido und Rita

05.09.17Abschied vom Pamir

Willkommen in Sari Tash, Kirgistan

Pik Lenin
.
letzter 4200m Pass. Blick nach Kirgistan
Die letzten Meter
Glückseligkeit
Hochebene
Freiheit


Vorgestern. Mit verklebten Augen schaue ich aus dem soeben geöffneten Zelt hinauf in den tiefblauen Himmel.
Unser Zelt innen und außen mit Frost belegt.
Einen heißen Kaffee in den klammern Händen,  ein sehnsüchtiger Blick zurück ins Tal, zum Karakul See.

Heute stehen zwei viertausender Pässe an und die lange Anfahrt nach Kyrgyzstan.

Also erstes erleben wir solide Auffahrt auf Asphalt mit einer darauffolgenden langen Abfahrt in ein weiteres weites, in seinen Farben nicht erfassbares Hochtal.

Der letzte Pass bietet wiederum einen Aufstieg auf Wellblech gewürzt mit Sand, Blocksteinen und steilen Rampen. Wir schieben auf den letzten Kilometern.

Merke: wer sein Rad liebt der schiebt.

Dann die lange 20 km Schotterpisten Abfahrt in Richtung Sari Tash. Dauer: eine lange Stunde.

Flugs durch die Grenzposten. Und weiter über 27 km leicht hinunter nach nach Sari Tash.
Von den 4000 m hohen Pässen Täler und Wüstenartigen Gebieten hinunter ins sehr grüne Kyrgyzstan.
Im Homestay genießen wir die Gaumenfreunden vor allem haben auch den Blick zurück auf die faszinierende Bergwelt des Pamirs. Davor der Pik Lenin in seiner ganzen Größe.
Etwas Wehmut, Dankbarkeit hier zu sein. 

 

03.09.17 Fast Food 4150 müm

Campstatus
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Fast Food
Wetterwechsel

Wind Hale 5 Grad Celsius

 

31.08.19 Ein Tag zu Besuch bei einer Familie im kleinen Dorf Alichur 3900müm


Herzlichkeit
Sofort einen Lunch mit Tee, Brot, Butter und Süssigkeiten

Frischwasser und Handreichung
Geschirrspülung und Wäsche
Radgarage
Kuhdung gleich Heizstoff für den Winter
Toilette


Strom vom kleinen Solarpanel
Wasser aus dem Grundwasser
Geschirr- und Kleiderwäsche im Rinnsal beim Haus

Geheizt wird mit getrocknetem Kuhdung

3 Kühe
Ein paar Schafe und Ziegen
Toilettenhaus 70m vom Haus
Katzenwäsche
Sonnenschein in den Augen
Rösti zum Znacht, wir landen umgehend in der Komfortzone.
Im Winter bis minus 55 Grad, wenig Schnee.

 

30.08.17 WIR HABEN ES SO GEWOLLT, WIR HABEN ES BEKOMMEN!

Der Wakhan Korridor ist ein enger Durchgang, ein enges Tal quasi ein Nadelöhr entlang der Grenze von Afghanistan Darin führt eine Strasse dem Panj River entlang um später wieder auf den Pamirhighway zu stossen. Die Ernährung ist gewöhnungsbedürftig, Wasser kommt aus dem Bach, manchmal weisst du nicht woher.


Die einmalige Szenerie, weit ab vom Massentourismus wird untermalt von einer  aussergewöhnlich fordernder Strasse.

Das Gesamtpaket wird zum Prüfstein deines Velos, deines Körpers, deinesn Geistes, und auch deiner Verdauung.

Über gut 300km und einigen 1000 Höhenmetern werden dir nonstop intensive visuelle Reize ins  sowieso schon gereizte Nervensystem geleitet.

Gut die Hälfte der Strecke ist eine Piste, bestehend  ausschliesslich aus Wellblech, Sand, weichem Kies, weichem oder hartem Geröll, Blocksteinen, manchmal steilen Rampen und immer wieder auch eine Kombination aller genannten Varianten.

DU WÄHLST WO DU FAHREN WILLST.

Links auf dem Wellblech,im Sand, oder doch lieber im weichen Geröll. Oder doch lieber schieben.

Natürlich trifft uns die Pamirdiät mit grosser Intensität. Diaroe, der scheiss Durchfall zwingt mich täglich oftmals ins Geröll. Antibiotika sei Dank. Bald ist’s wieder gut.

Wie oft wir vom Rad gestiegen sind und geschoben haben? 30,50, oder 80 mal? Keine Ahnung.

Wie oft ich mich hinlegen wollte und wie ein kleines Kind weinen wollte? 2 – 3 mal.

Wie oft wir staunend die Landschaft in uns aufnahmen? Dauernd.

Wie oft wir gestritten haben? An 4 von 7 Tagen. Davon einmal so intensiv wie noch nie während unserer Liebe.

Wie oft habe ich beim schieben meine Wade an den Taschen zerkratzt: Sie ist blutig.

Wie weit ist ein Kilometer? So lange, bis du ihn bewältigt hast.

Wie lärmig ist die Nacht? Du hörst nur das rauschen des Bach neben deinem Zelt, das rauschen deines Blutes, den Atem deiner Liebsten und das glucksen deines Gedärms.

Tief bewegt, beschenkt und glücklich dieses Nadelöhr erlfahren zu haben, fahren wir weiter auf dem  meistens gut aspahltierten Pamirhighway.

Merke:
Die Wirklichkeit bei der Umsetzung deiner Träume entsprechen selten der Gefühle welche Bilder davon wiedergeben.

Deine Liebe zu deinem Weggefährten wird sich nach der Fahrt, auf ein neues Level 😉 gehoben haben, oder für immer einen gröberen Knacks davon tragen 😉 .


DIE WIRKLICHKEIT IST DIREKT, ARCHAISCH RAUH, KLAR UND FORDERT DICH BIS IN DEINE ESSENZ.


Geh!
Mach dein Ding!
Kein Startgeld, keine Checkpoints, kein Finshershirt, keine Medalie,
Nur du und dein Traum.

 

20.08.18 IST ETWA EINE SCHRAUBE LOCKER??

EIN HÄRTETEST FÜR MENSCH UND MASCHINE 

Rita stopt und begutachtet ihre Bickepacking Taschen an der Gabel.
Rita bückt sich und rüttelt an der Tasche. Sie kippt mit Gepäckträger von der Gabel weg.

Schraube ausgerissen
Schweisser bei der Arbeit
Brand neu 😉
Bereit!

Gute Nacht



Die Stimmung ist gereizt. Müdigkeit, Erschöpfung und Frust entladen sich.

Eine Begutachtung zeigt, dass eine Schraube samt einem cm2 Gabelblech aus der Gabel herausgewürgt wurde.
Die Vibrationen sind stark, oder die Gabel zu schwach?
In einer Werkstatt schweisst der Mechaniker das Blechteil wieder an. Um die Vibrationen zu verringern erhalten die Gepäckträger zusätzlich eine Rohrschelle.


Am Abend schöner Campingplatz! Die Berge sind nah! Ruhe zieht ein.
Gute Nacht, SCHNARCH…..

19.08.17


Was immer du tust,
Was immer dein INNERSTER Traum ist
Gib nie auf ihn zu verfolgen.
Lege in jede Tat deine volle Passion.
Irgendwann wird es sich verwirklichen.
Ja, es wird mehr sein als du gewagt hast zu träumen.
Wir sind hier, checking our Passion, kein Kinderspiel. Nur tiefe Bewegtheit staunen und ……
Ohne Worte.

 

18.08.17 Panj River

Lost

Noch reiten wir entlang des Panj River. Unsere Straße windet sich unaufhörlich bergauf bergab auf der linken tajikanischen Seite.
Rechts wird auf der afghanischen Seite eine schmale Straße entlang des Berges hineingebaut.
Das Tal ist eng schmal rauh und steil. Einige grüne Stellen bieten den Menschen knapp Platz zum Leben.

 

13.08.17 Fünf Meter Asphalt! Wir sind im Paradies.

Schotter, Geröll, Sand und, ja und gelegentlich ein paar Meter Asphalt sind unser Untergrund für die nächsten Wochen.



Dies gekoppelt mit moderaten Steigungen ist gut zu schaffen, es sei denn, dass die aufgrund von Gelände Abbrüchen neu gebauten Strassen sich dir nicht mit bis zu 16 Prozent Steigung entgegen stemmen würden. 😉

Obwohl erst am Anfang des Pamirhighway, staunen, wir dauernd ob der Landschaft. Täler, Berge, enge Schluchten, und immer diese Strasse welche sich scharf dem Hang entlang hinauf windet.

Der Fluss wälzt sich silbrig wie geschmolzenes Silber glänzend beständig talwärts. Sein Tosen und Rauschen immer an unserer Seite.

Ein Mittagshalt am Strassenrand. Gierig esse ich die Reste von gestern. Eine Frau im weit entfernten Bauernhof ruft zum Cay.
Innerhalb Minuten ist aufgedeckt und wir zum übernachten eingeladen.
Wir haben keine Worte.

Golden glänzen die Zähne der Mutter wenn alle Frauen mit Rita schallend lachen.

3200 Meter über Meer, unser Atem rasselt, wir pfeifen quasi aus dem letzten Loch. Wir sind oben!

Es folgten 45 km Abfahrt auf Schotter Geröll und Piste. Nach 3 Stunden Schüttelpiste sind wir im Tal, Gegenüber liegt Afghanistan.

Die Natur, ist hier noch direkt, reisst alles mit, wenn der Berg und Tal will. Der Mensch holt sich was er kann.

 

02.08.17 Usbekistan erschwitzen


Das verfluchte Essen! Hunger!
Irgendwie gelingt es mir nicht das Richtige zu essen. Es ist Kurz vor Mittag und ich esse 2 Pack Nudelsuppe. Fühle mich leer und hungrig!
Unterwegs, gibts in den Tschaikanas (Strassenkneipen) Teigtaschen, fettig und nach Schaff riechend, oder Spiegeleier im Fett, oder Schafsfleisch im Fett. Etwas Tomaten, Gurken und Zwiebeln.

Wir kurbeln von Kühlschrank zu Kühlschrank am Strassenrand, Dies sind noch kleinere Kneipen mit eiskaltem  Wasser im Angebot
Gierig stürzt das kühle Wasser durch unsere Kehlen.

Die Hügel geben mir irgendwie den Rest. Nach 2000 flachen Kilometer seit Esfahan, sind selbst 500 Höhenmeter bei 40 Grad eine Herausforderung. Mann oh Mann.

Rita nimmt mir die Zelttasche mit Zelt und Schuhen ab.

Ich suche ein Schattenplatz, 3 Stunden verfliegen. Ein Mann spricht uns an, lädt uns zu sich nach Hause ein.

Die ganze Familie, Grossmutter, Grossvater Schwester, Frau und Kinder teilen einen Abend mit uns. Frische Kuhmilch. So viel Herzlichkeit.
Alle schlafen nebeneinander unter einigen Trauben und dem Sternenhimmel.

Zum Abschied: “Please don’t be angry if I made mistakes. Come again and visit us!”
Uns fehlen die Worte.

Wir sind wieder in den Bergen, Hügelland…..
In der Ferne eine Lokomotive auf einem Berggipfel.
Trocken, in den Senken etwas Feuchte

Denov ein Städtchen 100km vor der tatjikischen Grenze. Wir machen einen Tag Pause.

An der Zimmerdecke dreht ein Ventilator 36 Grad warme Luft im Kreis herum…….

 

11.09.17 Osh Kirgistan

Am letzten Pass
Haarnadeln
In Kirgistan

Dies sind ein paar Eindrücke in verbale und visuelle Form. Wirklichkeit lässt sich tatsächlich nur erfahren wenn du vor Ort bist.

Herzlichen Dank wenn du diesen Blogbeitrag teilst.

Herzlich Guido und Rita


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