Gastfreundschaft, oder wo der Westen einiges vergessen hat.

 

Gastfreundschaft, ein im Westen GROSS geschriebenes Wort. Je weiter wir gegen Osten fahren, desto öfter begrüssen uns die Grenzwächter bei der Passkontrolle mit den Worten und einem Lachen: “Welcome to my country”! Es scheint, als hätten wir im Westen vergessen wie Gastfreundschaft funktionieren könnte.

Jedes Mal wenn wir dies erleben bleiben uns die Worte im Munde stecken. Ja wir fühlen uns überall willkommen, was für ein Geschenk!

Seit unserer Abreise, vor allem seit wir in der Türkei angekommen sind, werden wir immer wieder mehrmals täglich von “fremden Menschen” eingeladen, zum Café, Cay, einem kühlen Getränk, zum Essen oder einem Geschenk, das uns mit auf den Weg gegeben wurde.

Übernachten bei einer Gruppe Biker in Ankara. Biker’s realy rock!

 

 

„Check in“ zu einem Kaffee bei einem Weltenbummler aus D

Während dem Monat in der Türkei verging kein Tag, an dem wir nicht zum Cay eingeladen wurden.

Englischstunde am Strassenrand. Lachen und Spass gesichert!

In Georgien geht’s mit einer Einladung zu Chacha (Traubenschnaps) mehrmals täglich weiter. Es ist für mich nicht einfach allen Einladungen gerecht zu werden ohne nicht unhöflich zu wirken.

Unendlich sich das graue Band entfaltet

Chacha – eigentlich nicht optimal zum Radeln, jedoch kurbeln sich die km wie von selbst bei so viel erfahrener Gastfreundschaft.

Am Strassenrand findest du das Leben

Ein Highlight, war die Einfahrt in die Altstadt von Tiflis. Als Guido wieder einmal sein Navi konsultieren musste um unseren Host im Altstadtdschungel zu finden, sprach mich ein Blumenhändler an der Strasse an und schenkte mir zur Feier des Tages einen duftenden Fliederstrauss.

Es war so, als ob er gewusst hätte, dass diese eine meiner Lieblingsblume ist.

Blumenstrauss, geschenkt bekommen an der Strasse

Die Besitzerfamilie in unserem Guesthouse in der Altstadt, hat uns mit Rot- und Weisswein sowie Chacha aus eigenem Anbau und Gebäck willkommen geheissen. Als wir um 20:00 Uhr bereits im Bett lagen, wurden wir von unserer Gastfamilie herzlich, sanft geweckt um mit uns bei Wein und Schokoladenkuchen noch ein paar Stunden zu feiern. 

Wir sind täglich berührt und überwältigt von der Natürlichkeit, Offenheit und Herzlichkeit der Menschen. Was mich am meisten bewegt ist; dass all diese Menschen wenig an materiellem Besitz haben und so grosszügig mit fremden Menschen sind.
“Sein statt Haben” – Was für eine grossartiges Geschenk und Privileg mit all diesen Menschen einen Augenblick meines Lebens in Kontakt zu sein und von ihnen zu lernen.

Beste Grüsse aus Tbilisi

Rita


One Comments

  • Volker

    7. Mai 2017

    Ihr seid unglaublich! Weiterhin viel Spaß und immer genug Luft in den Reifen 😉

    Viele Grüße
    Volker

    Reply

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