Der Hexentanz 108/2370 ist Geschichte, Transivanien ruft

Die Hexe lässt dich tanzen

Ende April habe ich es riskiert nach knapp zwei Wochen Regenerationszeit vom Marathon des Sables am Hexentanz, einem 108 km langen und mit 2370 Höhenmetern gespickten Ultralauf im Harz teilzunehmen.
alles gut? nicht alles…..
Der Lauf war für meine Verhätlnisse eher flach, jedoch nicht einfach, gerade deswegen nicht einfach. Das Lauftempo steigt je flacher eine Strecke sich präsentiert und erfahrungsgemäss reagiert mein Körper sehr sensibel auf lange schnelle Läufe, so auch beim Hexentanz. Definitiv sendete er ab Kilometer 94 Signale aus den Adduktorensehnenansätzen. Sie schmerzten immer mehr, so dass ich abwärts endgültig wanderte und die paar Treppen welche es noch hochzugehen galt seitlich stehend irgendwie emporkam, dabei zu Michael Frenz dem Veranstalter betend, dass er keine weiteren Steigungen mehr eingebaut habe.

der Teufel greift in dein Befinden, gnadenlos

Der Harz bietet eine faszinierende Landschaft mit vielen Wälder, dunklen Wälder mit Wasser, Wurzelpfaden, Stauseen, kleinen Dörfern. All das lässt des Läufers Herz höher schlagen. Lang flache Anstiege wechseln sich ab mit ebensolchen Abstigen, ein paar knackige Kletterpartien, vor allem kurz nach dem Start zum Hexentanzplatz hatten es in sich. Der höchste Berg im Norden Deutschlands, der Brocken hatten die Hexenstiegläufer erklommen. Dieser Wettkampf verlief über 216 Kilometer.

Nach 17h05 Morgens um 03h05 erreiche ich das Ziel. Ich fühle mich komplett platt. Treppen steigen scheint unmöglich. „Super Leischtig“, denke ich, als ich wieder einmal ungeduscht (ich war schlicht zu kaputt) im Bett liege und versuche ein paar Stunden Schlaf zu finden.

Schon auf den letzten Kilometern, definitiv wieder zu Hause ist mir klar, dass ich wieder einmal an der Grenze rumgeschammt bin. Ich bin zwar unverletzt, die Zeichen waren jedoch deutlich. Ich werde mich hüten in den drei verbleibenden Wochen grosse Strecken zu laufen, geschweige denn schnelle Läufe zu laufen.

In drei Wochen stehe ich wieder am Start des transsylvania100k ein Lauf mit 100 Kilometern Länge und 6000 Höhenmetern in Rumänin durch die Westkarpaten. Da freue ich mich riesig darauf, das Ziel liegt im Hof des Schloss Dracula.

 

 

 

 

 

alles wird gut.
2003 fuhr ich mit dem Rad von meinem Wohnort nach Istanbul. Dabei besuchte ich auch Transsylvanien und sagte mir da, in diese Berge musst du mal hin die schauen richtig gut aus. Bald bin ich dort.

4 Comments

  • Tom

    21. Dezember 2015

    Hallo Guido, es war schön, dich dort kennenzulernen 🙂

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    • Guido

      21. Dezember 2015

      Ja gerne! ging mir auch so! lg

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  • Markus

    1. Mai 2014

    Wow, was du herunterspulst ist schon wahnsinn!

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  • trailshredder

    1. Mai 2014

    Hallo Guido, es war mir eine Freude ein paar Kilometer mit dir zusammen zu laufen. Nächster Stop Transylvanien und dann Rütli in deiner Heimat! Ich freu mich! Viele Grüße Tom

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