Third STRIKE: JUNUT 172

 Ziel erreicht!
yssssssss!
Laufen, Gehen, Wandern, Landschaften, Berge Täler, Felsen, pittoreske Dörfer, Burgen, Schlösser, Ruinen, Trails, Pfade, Felsenwege, Forstwege, Menschen, Träumer, Leidenschaft, Einsamkeit Schmerzen, Blasen, Freude, Spass, Lachen, Motivation, Begeisterung Freunde, Teilen, Trennung, zusammen kommen, Erschöpfung, weiter gehen, Orientierung, Karte, GPS, Licht in der Nacht, Intensität, Langsamkeit, Erfahrung, Emotionen, Supporter, Betreuung am Vepflegungsposten, Feuerwehr, Flussquerung mitten in der Nacht im Boot, Regen, Sonne, …….

 

das war JUNUT

Gerhard Börner beim Briefing

Gemeldet hatte ich mich für den JUNUT 2013, 172k/6000HM. Mit diesem Lauf wollte ich schauen ob meine körperliche und Form und und in mehreren Jahren erworbene Erfahrung im Ultralauf bereit ist einen weiteren 100 Meilen Lauf erfolgreich zu finishen.

Der JUNUT wird von Gerhard Börner ausgeschrieben. Die Langstrecke beträgt 230k/7000 HM. Die Mittelstrecke 172k/6000HM wollte ich laufen. Ausgeschrieben war auch eine „Sprintstrecke“ über 101km/4000HM. Gerhard habe ich vor zwei Jahren beim Trail Verbier ST. Bernard kennen gelernt. En Ultraläufer mit grosser Erfahrung und Kompetenz. Wenn Gerhard einen Traillauf ausschreibt dann ist auch Trail drin. So der Slogan des JUNUT. Ich bin seinem Ruf gefolgt und wurde in keiner Art und weise enttäuscht, im Gegenteil! Wer mich kennt weiss dass meine Leidenschaft für steile, steinige und lange Anstiege sowie schwere alpine Trails brennt. Beim JUNUT wurde vom landschaftlichen Reiz, den vielen knackigen halt eher kurzen Auf-und Abstiegen, den sich durch die Täler schlängelnden Gewässer, der Überquerung der Donau emotional bewegt, wurde ein Teil der Landschaft, des Anlasses und der begeisterten Laufgemeinde. Gut wenn ich mal meine eingelaufenen Spuren verlasse und was „flaches“ ausprobiere…. hihihi…..

Max Schiefele mit mir im Starterfeld

Der Lauf fand vom 12. April bis am 14. April mit Startort in Dietfurt im Altmühltal statt und macht eine Grosse Runde auf den nördlichen Juraausläufern bis knapp nach Regensburg.

 

Ready for START
Zitat aus der Ausschreibung:
“ Der JUNUT verläuft auf dem durchgehend markierten Qualitäts-Wanderweg JURASTEIG im ständigen Bergauf und Bergab durch die Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Jura. Er liegt zum überwiegenden Teil im Regierungsbezirk Oberpfalz, tangiert aber auch Niederbayern. Start und Ziel des JUNUT sind in Dietfurt an der Altmühl. Die Wegbeschaffenheit reicht von anspruchsvollen Singletrails bis hin zu Wald- und Wiesenwegen. Der Asphaltanteil ist minimal.“

Mein besonderer Dank geht an:

Gerhard Börner und sein gesamtes Organisationsteam angeleitet von seiner Gemalin Margot Börner welche als Racedirektorin waltete. Ohne Team ist ein solcher Lauf nicht zu oganisieren und für uns Läufer äusserst schwer zu bewältigen. Gerade die Stimmung eines Laufs wird sehr von den Personen an den Verpflegungsposten geprägt. Für die gastfreundlich Aufnahme bei der Anreise sowie die Mitfahrgelegenheit zum Lauf hatten sich Günther Bruhn und seine Frau Christine Bruhn erfreulicherweise bereit erklärt mich aufzunehmen. Herzlichen Dank dafür! Spontan durfte ich mit Matthias Igel die Rückfahrt nach Baden – Baden in seinem Auto antreten. Das war genial so konnte ich abends wieder in meine Bett steigen 🙂

 

Dietfurt 1k nach dem Start

Was habe ich gelernt:
Es gibt Menschen die begleiten mich auf meinem Weg und ich kann es nicht erkennen. Das beschäftigt mich gegenwärtig sehr. Beim JUNUT haben sich ein paar solche Menschen offenbart. Dazu gehören:

Steffen Kohler, ein hervorragender Ultraläufer und Blogger, runningfreaks.de. Immer wieder, als unser Wege sich während dem Lauf kreuzten hat er mir seine Wertschätzung für meine Art zu sein zukommen lassen.

 

Max Schiefele und Günther Bruhn

Max Schiefeletrailmaxx.de, ein Lauffreund der ersten Ultralaufstunde in Verbier. Seine menschliche Präsenz, seine Bescheidenheit und unbeschreibliche Leidenschaft für das was er tut, sowie sein omnipräsenter Schalk erfreuen mich jedes mal wenn ich ihn treffe und ein paar Schritte mit ihm laufen darf.

 

Jürgen Baumann und Thomas Eller

Michael Frenz,  meldelaeufer.de ihn durfte ich am SPINErace in GB als leidenschaftlicher Läufer kennen lernen. Zusammen haben wir auch einige Kilometer am JUNUT begangen. Das entspannte Zusammen laufen, ohne voneinander abhängig zu sein hat mich begeistert. Oh Mann, war der Michael für meine Verhältnisse schnell. Das wir halbwegs zusammen blieben lag daran dass ich mich an den Verpflegungsposten eher kurz aufhielt, so dass Michael mich später wieder einholen konnte. Diese Spiel hielten wir zwei so ziemlich bis ins Ziel durch :-).

 

Thomas Ellermarathonundlaenger verbindet mich mein erster 100k Lauf dem rheinburgenweglauf 2011. Die Kostanz mit welcher Thomas seine Wettkämpfe bestreitet lässt mich immer wieder staunen. Mit Thomas lief ich zu zweit rund 70 Kilometer des JUNUT bis uns mein (langsames) Thempo und die Stirnlampen trennten. Ohne Thomas hätte ich drei Verpflegungsposten nicht gefunden und hätte auf nachfolgende Läufer warten müssen. Dies wäre meinem emotionalen Zustand nicht zuträglich gewesen.

 

Eine der vielen Brücken mit Thomas Eller und ?

Auf meinem Weg treffe ich immer wieder auf Menschen die mir gut gesinnt sind, richtig gut gesinnt. Dies habe ich hier am JUNUT erfahren. Das berührt mich. Traurig stimmt mich dass ich das nicht immer erkenne, vor allem im Alltag nicht. Noch immer lasse ich mich vom oberflächlichen Schillern und Blenden verschiedener Akteure beeindrucken und dabei erkenne ich nicht, dass die mir wirklich gut gesinnten Menschen nicht marktschreierisch unterwegs sind, sondern einfach sind……

Das Ziel habe ich nach 31h 56’26“ erreicht. 172k/6000HM. Etwas aufgequollene Beine, drei Blasen und etwas Müdigkeit und Erschöpfung sind die körperlichen Reaktionen nach diesem Lauf. Das freut mich sehr!

Überquerung Donau

Gemeldet waren für den JUNUT 172 fünf Personen. Als dritter 🙂 habe ich die Ziellinie überschritten. Gerhard hat jedoch entschieden auch alle JUNUT 230er Läufer, welche die 172k Linie überschritten, jedoch das Ziel des JUNUT 230 nicht erreichten auch in der JUNUT 172 Kategorie zu werten, so dass ich dadurch auf den fünften Rang:-( zurückfiel. So spielt das Leben.

Ich gebe es ehrlich zu: ich bin sehr stolz die 172k in dieser Zeit erreicht zu haben. Ich wäre jedoch auch gerne in der Kategorie JUNUT 172 offiziell als Dritter geehrt geworden. Gerade auch im Wissen darum, dass es keine wesentliche Rolle spielt, aber auch genau darum :-), und weil ich weiss mit welchem Rang ich als kleiner Junge beim Laufen jeweils ins Ziel lief.

Gegenwärtig erhole ich mich von der Operation im Oberkiefer wo mir der Zahnarzt ein Implantat eingesetzt hat. Dies als Folge von meinem Zahnverlusts anlässlich eines Laufes im September 2012. In ein paar Monaten wird der definitive Zahn montiert und ich kann wieder breit Lachen.

Was steht nun Läuferisch im Jahr 2013 noch an. Es ist ja mein 51 Lebensjahr wo ich mir einiges gönnen will. Leider musste ich mein Ziel endlich an einem IRONMAN teilzunehmen verschieben. Ich habe mich entschlossen am EIGER ULTRA TRAIL 101k/6700HM, teilzunehmen. Davor bin ich noch für den Ultra Trail Verbier St. Bernard 110k/6900HM gemeldet, sowie an einigen kürzeren Trailwettkämpfen.

Das Hauptziel 2013 jedoch ist die teilnahme und Zielerreichung am UTMB Ultratrail du Mont Blanc mit 162k/9500HM. Was Hawaii für den Triathlon ist der UTMB für Trailläufer. Einmal will ich die Prüfung UTMB begehen, erleben und erlaufen. Ein Traum, den ich seit seiner Erstaustragung von 11 Jahren in mir trage, jedoch bis vor zwei Jahren nie als realistisch erachtete……..


6 Comments

  • steffen.kohler

    30. April 2013

    Lieber Guido,

    was soll ich sagen, es ist immer und immer wieder schön, dich auf Trails zu treffen und mit dir zu plaudern! Du bist wie du bist und das macht dich besonders und die Gespräche immer so unglaublich wertvoll!

    Ich freue mich schon auf unser nächstes Wiedersehen- mit hoffentlich noch etwas mehr gemeinsamer Zeit!!

    Herzliche Grüße in die Schweiz,
    Steffen

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    • Guido

      1. Mai 2013

      lieber Steffen hoffentlich haben wir dann mehr zeit, obwohl, die paar sätze und die kurze zeit bei ca k 140 und natürlich zuvor waren wertvoll für mich. bis bald lg guido

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  • Anonym

    28. April 2013

    Lieber Guido
    habe deinen bericht mit interesse gelesen und freue mich in meiner budhistischen art darüber vergesslich zu sein während so lautsprecher wie bruhn und seine frau, die übrigens nicht bertrice oder sonstwie heißt, dies offensichtlich nicht sind. grüße dennoch auch an rita, denn ich glaunbe, die heißt (wohlimmer noch) so
    josi

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    • Guido

      1. Mai 2013

      hallo josi
      thx für die bemerkung. ist korrigiert. und ja rita heisst immer noch so 🙂 bis bald

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  • Guido

    28. April 2013

    liebe max
    recht hast du max! rang ist egal…, deshalb manchmal auch wichtig aber in seiner esenz egal. ansonsten müssten wir auch nichts messen oder eine baustelle haben.
    es gibt dinge die schmerzen ein bischen. mir ist wichtig sie zu benennen, von innen nach aussen zu bringen. dann kann ich etwas tun, meine perspektive ändern oder das ding vollenden.

    das wesentliche habe ich im blog auch beschrieben, werde das unangenehme jedoch nicht verheimlichen.
    ich freue mich jedenfalls auf verbier, dich dort zu treffen zu lachen, zu laufen und um all diese höhen und tiefen noch einmal zu begrüssen.
    ganz liebe grüsse
    guido

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  • trailmaxx

    28. April 2013

    Guido! Es freut mich, dass Du dein Ziel erreicht hast, es ist letzlich egal auf welchem Rang! Noch mehr freue ich mich auf Verbier, Dich dort wieder zu treffen ist eine große Freude. Aller guten Dinge sind drei und diese Dauer-Baustelle wird dieses Jahr vollendet :-).
    Liebe Grüße
    Max

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