LEVEL IV: die Annäherung und ihre Hürden

Die Annäherung an das
Datum meines Projektstartes legt mir einige Herausforderungen in den Weg. Es ist jdoch nicht so,
dass ich mich um diese kümmern müsste.
Es sind primär Herausforderungen die mich
in meiner Lebensvision, meinen Werten und meinen ethischen Fragen bewegen. Deshalb kümmere ich mich darum.

Ich könnte die Fragen,
die Forderungen meines Wesens ignorieren, so wie es mir gestern gerade ein mir
bekannter Jurist geraten hat. Ihm gehe es gut, wenn er so lebt wie er lebt. Wenn
er sich solche Fragen stellen würde wie ich es tue, dann würde es ihm sehr schlecht gehen hat er
gesagt.
Die mir auch gut bekannte Frau an seiner Seite hat sich im gleichen Sinn
geäussert, und mir damit gesagt worum sich die Welt dieser Menschen im wesentlichen bewegt.

 

„Reflektiere deine Art zu leben nicht. Ansonsten würdest
du erkennen, dass dein Verhalten dir sehr schlecht bekommt.“

Vor weit mehr als einen
Jahrzehnt habe mich entschieden den Forderungen meines Wesens nachzufühlen, zu
klären was ich brauche, was mir gut tut und was meinem Leben schadet. Es geht
dabei nicht darum so genannt gute Gefühle zu erleben, es geht auch nicht darum
Harmonie zu erleben, und es geht auch nicht darum Pazifist, Sportler oder ein
Soulrunner oder sonst was zu sein.
Es geht darum das zu
werden was ich wirklich bin: Ein Wesen deren primäre Sprache die Emotionen
sind, in zweiter Linie der verbale Ausdruck dieser Emotionen über Worte, sowie
deren mentale Interpretation und physische Umsetzung.
Genau hier, bei der Reflektion dieser Aussagen wird es
interessant. Seit einigen Monaten, ich denke seit ich meine Ernährung
umgestellt habe, scheint sich meine Welt wieder sehr zu verändern.
Ich habe
neue tiefe Erkenntnisse in mein Verhalten gewonnen. Ich habe das Gefühl mehr
geerdet zu sein. Ich nehme meine Arbeitskollegen und Mitmenschen viel
menschlicher und emotionaler als zuvor war. Das tut mir sehr gut.
Das eine
Ernährungsumstellung nicht geradlinig abläuft habe ich mir gedacht, dass
meine Verhaltensmuster mir aber immer wieder zu erklären versuchen wie gut die
alten Essgewohnheiten waren habe ich mir nicht in dieser massiven Art gedacht.
Balsthal
Es fühlt sich an als
würde ich einen kalten Entzug durchmachen. Jeden Tag wird mir durch die Werbung,
durch die Reflexionen von Kollegen klar zu machen versucht, dass das was ich lebe nicht gut sein kann. Meine Erfahrung jedoch, welche ich
seit vier Monaten mache ist eine ganz andere. Ich erlfahre eine nie da
gewesenen Vitalität, mein Körper verändert sich, es fühlt sich alles so an als
wäre es richtig.
Warum nur wird im
Aussen von den meisten Menschen reflektiert, dass das nicht gut ist was ich tue? Gut, dass es auch andere
Menschen gibt die mich unterstützten.
Ach ja, das absolut
verrückte ist, dass ich in gewissen Momenten voller Energie bin. Alles will sich
bewegen eine riesige, leichte und sprudelnde Energie und Lebendigkeit durchflutet
mich. Noch kann ich sie nicht steuern. Wenn sie mich überrennt, dann werde ich auf
eine Art hyperaktiv, muss herumspringen und mich schütteln. Es ist nicht
unangenehm, im Gegenteil es fühlt sich an, als wäre da etwas was bewegt werden will,
etwas was seinen Ausdruck sucht, sich jedoch noch nicht manifestieren konnte. Ich
sehr gespannt wie sich das zeigen wird.
Feel free
Das fokussieren auf das
Wesen – tliche, auf das was mich dabei unterstützt mein innerstes zu
manifestieren scheint ungeahnte Energien frei zu legen. Ich bin zur Zeit fähig
mehr Wochenkilometer zu laufen als bis anhin und fühle mich dabei eher
unterfordert.Mit dem Rennrad fahre ich ein bis zweimal pro Woche eine Runde
und habe das Gefühl viel mehr leisten zu können.

Bei der Arbeit sind wie
schon beschrieben mehrere Bauprojekte in der Entwicklungsphase. Viel Entscheide
in sehr kurzer Zeit mit weitreichenden Folgen sind zu fällen. Eigentlich Stress pur.
Auf meinem Arbeitspult türmen sich Kalkulationen, Pläne, Offerten und
Ausschreibungen welche zur richtigen Zeit am Richtigen Ort, und der richtigen
Menge mit der richtigen Art und Weise bearbeitet werden wollen, und zu aller
letzt freundlich und zuvorkommend weiter gegeben werden müssen.
Meine Schreibschwäche ist dabei auch nicht wirklich dienlich. Ich nutzte sie produktiv,
indem ich möglichst wenig schreibe und mich auf die Entscheide konzentriere.
Da ich aus dieser Menge
an Aktivitäten und zu fällenden Entscheiden nicht mehr wirklich entscheiden kann was prioritär ist, arbeite
ich vermehrt intuitiv und in einer eigenen Art von Multitasking.
Downhilldance
Es gibt auch heftige physische Reaktionen und Erfahrungen.
Letztes Wochenende wollte ich einen lockeren 50 Kilometer Lauf mit rund
2000 Höhenmetern laufen. Einfach so, für mich, und mit mir von Balsthal nach Aarau über
den ersten Juragrat immer den schmalsten und steilsten Pfaden entlang.
Ich
lief so leicht wie noch nie, stieg relativ entspannt die Berge hoch und tanzte
auf der anderen Seite locker wieder runter. Nach rund 30 Kilometern auf dem Lostorfer Grat etwa zwei Kilometer
vor der Burg Lostorf geschah das wovon ich mich schon lange gefürchtet habe.
Auf dem Belchen
Ich
stolperte auf dem von vielen Kalksteine aufgestossenen wunderschönen Grat über
einen Stein und flog vorne weg auf den Bauch. Stürzen liegt mir im
Blut. Es bereitet mir wenig Probleme ich bin aus welchen Gründen auch immer
fähig relativ entspannt zu fallen und verletzte mich bis anhin bei Stützten
eher oberflächlich.
Dieses Mal, auf dem Bauch rutschend, mich wegen
herannahenden Steinen zur Seite drehend, die Arme als eine Art Steuerruder
nutzend stellte sich ein Stein meinem Oberkiefer in den Weg und ohne
meine Lippe zu verletzten schliff er meiner Schneidezahnkrone entlang, bis
diese nach rund zwei Zentimeter Scheifstrecke inklusive darunter liegendem Zahn sauber auf Zahnfleischhöhe abbrach. Kein Blut und keine Schmerzen. Jedoch ein fehlender Zahn.
Ein Preis meiner Leidenschaft.
Preis des Trails
Damit hatte mein 50
Kilometer Abenteuer ein abruptes Ende gefunden. Ich musste weitere zwei
Kilometer bis zur Burg Lostorf laufen wo mich meine Frau, sie war es die realtiv bleich war, abholte.
Der Abschied
von Zahn fällt mir eher schwer. Zähe haben etwas mit Wurzeln, mit Zubeissen
und sich zeigen zu tun. Zähne sind über ihre Nerven mit dem gesamten
Körper bis hinunter in die Zehenspitzen verbunden.
Ein Glück konnte ich am
Montag früh zum Zahnarzt. Nach einer Stunde war ein Provisorium montiert. Sehr
gut!
Das Anbringen und Verankern des neuen Implantats wird rund ein Jahr dauern
und viel, viel Geld kosten. Nach zwei emotional
intensiven Tagen, verbunden mit viel Schlaf hatte ich mich weitgehend erholt und
meine Lebensenergie kehrte zurück. Wie oben beschrieben scheint sie in grossen
Mengen vorhanden zu sein.
Ich bin gespannt wie
sich diese ausdrücken will. Das zu erforschen und zu leben ist mir eine innere
Freude…..
Bis bald beim nächsten Level…..

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