2011 Ein volles sattes Jahr

Was war das für ein Jahr!
Begonnen hat alles mit dem Neujahrsmarathon, 42 Kilometer mit Start um 00h00, 2011. 

Wie das Jahr beginnt so sollte es enden: Mit dem Aare-Flatliner 181, am 26.11.11 um Start um 9h45. Das bedeutete Start in Bern – auf Bundesplatz , dann zum Marzili runter und immer der Aare folgend über Aarberg, Bühren a. D. Aare, Solothurn, Aarau, Brugg, bis nach Koblenz da wo die Aare in den Rhein übergeht ins Ziel.

181 quasi flache Kilometer. Am Anfang bei Bern zwei, drei Pulsschläge, kleine Steigungen, dann nur noch abwärts dem Jahresende entgegen. Das Verrückte dabei ist: es gibt andere Menschen wie ich die an einem 26.12. so ein Abenteuer mit machen wollen! Dazu später.

Rückblick 2011:

Nebst all den Stunden in der Natur standen berufliche Anforderungen mit komplexen, grossen Bauprojekten an. Die Klärung von herausfordernden und emotional schwierigen Situationen auf menschlicher Ebene. Meine Weiterbildung zum Coach will beschäftigt mich intensiv auf fachlicher und emotionaler Ebene. Die Ehe in welcher ich mich wohl fühle, wo echte Begegnung möglich ist wo die Liebe sich auf ihre vielfältigste Art zeigt. Neue Lauffreunde, eine beginnende neue Freundschaft.
Verschiedene körperliche Beschwerden und Verletzungen welche ich mir beim Laufen zugezogen haben zeigen mir Grenzen auf und signalisieren mir wo ich umsichtiger mit mir umgehen soll.

 

Zieleinlauf  Trail Verbier
– Grd. St Bernard

Die intensivste mich verändernde Erfahrung war der Lauf des „Trail Verbier St. Bernard“ und der dazu gehörende Zieleinlauf. Seine schiere Länge von 110 Kilometern mit 7000 Höhenmetern war für zuvor mich nicht vorstellbar: die Natur, die Menschen, die Berge, die Emotionen, die Anstrengung, den Rhythmus finden, meine Liebste an den Verpflegungsposten, Lauffreunde dabei haben, Müdigkeit, Leidenschaft, Nacht, Frost, Einsamkeit, Gemeinsamkeit, Verlassenheit, nicht leben wollen, weiter wollen, nicht schlafen, schlafen wollen, einen Schritt noch, einen Schritt noch, das Entgegenkommen meiner Frau weit vor dem Ziel, das Entgegenkommen von Niels vor dem Ziel, das Feiern beim Zieleinlauf, – Worte, die versuchen der Intensität dieses 28h06 dauernden Abenteuers zusammen zu benennen.

Mein Leben hat sich weiter vereinfacht, ist schlichter geworden. Auf einer tieferen Ebene habe ich erkannt, dass es darum geht das zu tun, das zu leben und auszudrücken was durch mir seinen Ausdruck sucht.  Langsam verschiebt sich mein Bedürfnis weitere Materie zu besitzen, zur Haltung dass ich das lebe was ich immer leben wollte und dazu relativ wenig aber gute Ausrüstung benötige. Alls andere bietet mir die Natur im Überfluss.

Den Aare-Flatliner 181 habe ich bei Kilometer 90 unterbrechen müssen. Eine Sehnenentzündung in der Kniekehle quält mich. Heute, ein paar Tage später, bin ich froh den Lauf unterbrochen zu haben, denn wäre ich weitergelaufen oder hätte ich Schmerzmittel genommen wäre Verletzung mir nicht gut bekommen. Im Laufe der ersten Monate im 2012 werde ich den zweiten Teil des Aare-Flatliners181 laufen.

Ausblick 2012:
Im Jahr 2012 überspringe ich wenn alles gut geht die 50er Altersmarke. Hat dies Bedeutung? Ja und nein.

 

Hohgant mit Blick nach Norden

Ein Leben auf der Grenze:
Seit ich anerkannt habe, dass mein Lebensstil keiner Norm entspricht,  sich nicht der Norm anpasst, dass ich mich dauernd mit allem was ich tue, lerne, ausprobiere, an der Grenze des für mich emotional möglichen bewege, geht es mir hier viel besser. Mag sein dass ich von aussen als Verrückter, als Grenzgänger  eingestuft werde. Ein paar gleich gesinnte Freunde nennen das Verhaltensoriginell. Ja das bin ich, das sind wir, wir sind verhaltensoriginell. Was bedeutet das für mich? Die Norm wird vom Durchschnitt definiert. Wer oder was ist der Durchschnitt? Ich kenne niemanden der Durchschnitt ist. Ich kenne viele die sich damit zufrieden geben so zu tun als seien sie Durchschnitt. Damit zufrieden sind, weil etwas zu ändern, das zu leben was in ihnen nach aussen drängt zu anstrengend wäre, gefährlich wäre, Veränderung einfordern würde. Ich habe mich entschlossen meiner Originalität Ausdruck zu verleihen und dem Raum zu geben, was in mir nach aussen will.



Beziehung:
Mit mit meiner mir am nächsten stehenden Person, meiner Frau teile was ich ernte, was ich erfahre, was ich fühle. Ich will mich zumuten mit all meinen Facetten. Das gleiche wünsche und erwarte ich auch von ihr. Das gleiche wünsche ich von meinen Freunden und von allen Menschen.

Ich schütze das Leben weil es das wertvollste auf der Erde ist, auch wenn ich damit mein Leben riskiere.

Sport:
Ich will dahin gehen wohin ich noch nie gegangen bin, im innen beim Sport Neuland beschreiten, neue Erfahrungen, neue Tiefe, neue Erkenntnisse sammeln. Ich will die Schweiz erlaufen. Auf eigenen Pfaden mit Freunden und an Wettkämpfen. Einfach so, weil ich fühlen will wie es ist hier auf der Erde zu sein. Ich werde verschiede-ne Ultra Berglaufwettkämpfe mitlaufen. Diese laufe ich weil diese organisiert sind, weil ich Freunde treffe, weil ich es liebe durch die Berge zu laufen, weil da viele leidenschaftliche inspirierende Menschen unterwegs sind.
Am 1. März 2012 werde ich am Causeway Crossing Lauf im Norden Irlands teilnehmen. Der Causeway ein National Heritage Irlands über 100k erlaufen. Gemeldet bin ich auf bei der Auslosung zum Ultra Trail du Mont Blanc. Ein unglaublicher Nonstoplauf um das Mont Blanc Massiv, 168 km lang mit 9000 Höhenmeteren rauf und runter! Ich warte ungeduldig ob ich einen Startplatz bekomme. Angemeldet bin ich auch für den Irontrail 141. 141 Kilometer mit 9000 Höhenmeter von Pontresina nach Chur.
Nach der Erfahrung am Aare-Flatliner 181 kommen doch einige Bedenken auf, inwieweit ich fähig bin solche Leistungen zu bewältigen. Wenn ich es nicht tue werde ich es nie wissen.

Beruf:
Ich lasse mich ein auf meinen Beruf, auf meine Aufgaben, ohne dass ich meinen Job und meine Aufgaben werde. Ich setze mich für ethisch saubere Arbeit ein, engagiere mich für nachhaltiges und ökologisches Bauen. Ich bin ehrlich zu mir selbst zu meinen Partnern und zu meinem Arbeitgeber, auch wenn mich das mein Job kostet.

 

Nebst meinem Beruf als Architekt und Bauherrentreuhänder biete ich für Menschen Coachings an, die ihre Visionen, Ziele und Wünsche klären und realisieren wollen.

Weiterbildung:
Stetes forschen nach Tiefe im Leben, nach Verstehen, nach mehr Menschwerdung ist das Fundament meines lebendigen Ausdruckes.

 

Wenn deine Träume dir nicht Angst machen
sind Sie nicht gross genug

Fazit:

Es gibt viel zu lernen, zu erfahren und zu teilen. ich freue mich auf die nächsten Abenteuer, das Abenteuer genannt Leben auf der Erde.

Was sind deine Abenteuer, deine Wünsche, Ziele und Visionen?

Wenn du magst, lass uns darüber austauschen. Ich freu mich drauf.


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