Verdauen, verarbeiten und forschen. Nächstes Ziel…..

Im November 2009 habe ich den Link zu Trail Verbier St-Bernard im Internet entdeckt. Das Bild, die Idee von Verbier zu St-Bernard und wieder zurück zu laufen, nebenbei noch ein paar Pässe begehen, diese Idee liess mich nicht mehr los, bis ich mich im Januar 2010 zum Lauf im Juli 2010 angemeldet habe.
Ja, ich war am Start und ja, ich bin bis auf den Pass des Grd. St-Bernard gelaufen 63k und rund 4000hm. Zuvor erlebte ich auf dem Col de la Fenetre heftigste Gewitter mit starkem Eisgraupel.

Für mich war dies völlig ungewohnt bei solchem Wetter in den Bergen zu laufen. Wadentief liefen ie Läufer durch eiskaltes Wasser, durchquerten kleine Bäche die zu reissenden Bächen anschwollen.

Auf dem Grd St. Bernard war ich ziemlich fertig und war irgendwie froh, dass der Lauf aus Sicherheitsgründen für zwei Stunden unterbrochen wurde. Mir wurde sofort kalt, und ich beschloss umgehend nicht zu warten, sondern den Lauf definitiv abzubrechen. Ein weiterer dnf (dit not finish) in meinem Palmares. Das war die Schattenseite des Entscheides…..
Damit war nach Biel mein zweiter Versuch einen 100k Lauf zu vollenden gescheitert. Im Jahr 2007 nach dem dnf in Biel habe ich mich kurzfristig entschieden am K79 in Davos teilgenommen und diesen beendet, ein Traum, Tränen der Berührtheit im Ziel. Ich war auf den Geschmak gekommen……
Vor zwei Monaten, im Januar 2011 habe ich mich nach langem Zögern wiederum für Verbier angemeldet. Diese Rechnung ist noch offen…….
 korrekt sind’s 110 km / 7014 hm
Vor drei Wochen habe ich meinen ersten 100k Lauf beendet. Nach wie vor fühle ich diese Leichtigkeit die einen erfasst, trotz der Anstrengung so lange auf den Beinen zu stehen.
Vor dem Traillauf Verbier – St. Bernard jedoch, davor habe ich einen riesen Respekt wenn nicht sogar Angst. Angst dass ich mir zu viel zutraue, dass ich wiederum scheitere. Nebst der Distanz sind 7000 Höhenmeter zu bewältigen. Die letzten 1200 Höhenmeter finden bei Kilometer 98 bis 102 statt. Na dann viel Vergnügen….. Noch habe ich bis am 2. Juli 2011 Zeit mich vorzubereiten.
Mein Ziel ist:
 
Ich durchschreite das Zieltor des Verbier – St Bernar Ultratrail nach spätestens 30h59’59“ mit erhobenen Armen, einem Lachen auf den Lippen und Freude in meinem Herzen.
Ich entscheide, ich habe es in der Hand!
Und hier fängt die Geschichte eigentlich an. Den Rheinburgenweglauf bin ich nach wie vor am verdauen. Mein Körper muss sich immer noch erholen. Deswegen ging ich die letzten Wochen eher bescheiden an. Laufen geht erstaunlich gut, aber zu oft darf ich nicht auf die Trails. Die Achillessehne zwickt. Mental bin ich etwas müde, nicht ausgelaugt, brauche aber noch etwas Zeit um wieder Biss zu bekommen. Ich geniesse den Frühling, die Sonne und die Wärme auf der Haut, das entspannte Laufen im kurzen Shirt, die Ausflüge auf dem Rennrad, das sirren der Reifen, die Geschwindigkeit und das Spiel mit und in der Natur.
Bald fahren meine Liebste und ich nach Mallorca zum Rennradfahren. Da werden meine Sehnen und Füsse sich von den letzten Wochen erholen können.


9 Comments

  • Paleo Runner

    25. August 2011

    Hi soulrunner62! Thanks for the ride to Alpnachstad after MM-light. Paleo Runner

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  • Gerd

    7. Mai 2011

    Ich wünsche Dir weiterhin gute Erholung und viel Erfolg beim Erreichen deiner Ziele.
    Gruß Gerd

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  • wecycling

    2. Mai 2011

    Hi Guido

    Wir sind also nun auf Bali gelandet. Was für ein Wechsel! Uns gefällt es sehr hier, alles scheint so lieblich.
    Merci für deinen weiteren Eintrag in unserem Gästebuch. Ich schätze deine Statements sehr und freue jeweils darauf. Für mich ist es also auch schon wie ein Ritual, auf deinen Zeilen zu warten.
    Keep going. Mit einem Lächeln. Mich

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  • wecycling

    6. April 2011

    Guido

    Dein Gästebucheintrag ist grad im Nichts verschwunden, weil ich den Bericht neu aufgeschaltet habe. Sorry! Wäre schön, wenn du ihn nochmals tippen würdest. Thanks. Mich

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  • wecycling

    6. April 2011

    Hi Guido

    Einmal mehr ein MERCI für deinen Eintrag in unserem Gästebuch. Ich habe den letzte Bericht noch modifiziert, es lohnt sich also, ihn nochmals zu lesen. Ganz liebe Grüsse aus Down Under.
    Mich

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  • Guido

    4. April 2011

    Lieber Steffen. Herzliche dank dafür, dass du an mich glaubst. Ich fühle einen Riesenrespekt vor den letzten 2300hm, wobei ich nicht das Gefühl habe diese nicht zu schaffen. Dennoch ohne achtsame 98km zuvor können diese zum Killer werden, oder ähnlich.
    Das Erste ist nun meine Archillessehne wieder komplett abheilen zu lassen. Dank dem RBWL habe ich nun auch ein Bewusstsein für eine so lange Strecke.
    LG Guido

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  • steffen.kohler

    4. April 2011

    Mensch Guido,

    welch ein grandioses Ziel, zu dem ich dir schon jetzt viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünsche – die Distanz geht ja noch, die hast du ja jetzt schon drauf, aber die Höhenmeter sind echt der Hammer, über 7000 und die letzten 1200 davon ganz am Schluß – obwohl, die 2000 Hm mehr als beim RheinBurgenWegLauf machen das Kraut auch nicht mehr fett, oder? Zwischen Koblenz und Bingen hast du etwa 22 Stunden benötigt, für die zusätzlichen 2000 Hm wirst du etwa 3 Stunden zusätzlich benötigen – macht zusammen 25 Stunden, fast 31 Stunden hast du Zeit, das macht ein Zeitpolster von 6 Stunden!
    Guido, da musst du keine Angst haben, das klappt schon, ganz sicher!

    Ich wünsche dir alles Gute in der VOrbereitung, und hey, du rockst das, gaaaanz sicher,
    Steffen

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  • Guido

    4. April 2011

    Hallo Marcel. Schön dich auf meinem Blog begrüssen zu dürfen. Den 110k Reinburgenweglauf plus 4800hm mit Tom Eller habe ich beendet. Es war kein Rennen, mehr ein freundschafslauf, ein sensationeller Anlass. Aber lies selber…. der vorangegangene Artikel.
    Die Archillessehne ist echt tückisch. Danke fürs nachhaken.
    LG Guido

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  • Marcel

    4. April 2011

    Sei gegrüßt, bin durch Marcos Link auf deine Seite gestoßen und bin mal gespannt was ich hier alles lesen kann und was mich in den kommenden Wochen bei dir so erwartet. Welchen Lauf hast du denn als 100er beendet? Und das Vorhaben diesen krassen Trail mit 110 km zu laufen… Respekt. Das allein wird mich in den nächsten Wochen immer wiedermal hierher verschlagen denke ich. Dir wünsche ich eine schöne Woche. Erhol dich schön und pass auf die Sehne auf. Die ist TÜCKSCH…
    Liebe Grüße
    Marcel

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