Nach dem Marathon ist vor dem nächsten Lauf …..

3. Januar: zwei Tage nach dem Neujahrsmarathon. Die Hüfte Zwickt, die Achillessehne zieht noch ein bisschen. Neues Jahr neues Spiel.

Der Lauf war energetisch genial, Feuerwerk, der Nachtlauf die Stirnlampen der Läufer auf der anderen Uferseite, meine Musik im Ohr, mein Rhythmus. Na ja das ist ziemlich übertrieben. Die ersten elf km habe ich mit 87 – 92 % Puls abgespult. Ich kriegt mein Tempo nicht mehr runter. Da noch drei Runden zu drehen waren überliess ich das Problem der Zeit. Und siehe da in der Letzten Runde bewegte ich mich irgendwo knapp unter 80 und 84% um beim Schlussspurt wieder auf 90% raufzufahren.

 

Da Rita aus gesundheitlichen Gründen nicht laufen konnte durfte ich mich anlässlich jeder Runde an ihrer Präsenz am Weg erfreuen. Schade dass sie nicht laufen konnte…

 

Gegenwärtig bin ich erstaunt und begeistert wie viel es auf dieser Welt noch auszuprobieren gibt. Mir ist als hätte ich das die letzten Jahre vergessen, so vor mich hingelebt. Obwohl, wenn ich zurückschaue sich in meinem Leben extrem viel verändert hat.

Mein mittleres Fernziel ist nach wie vor der 100 k del Sahara. Sand, Steine, Oasen, Tuarec, Nomaden, Hitze, Trockenheit. Die Wüste als Synonym für Unwirtlichkeit. Der Name selbst Wüste, wüst nicht schön widerspiegelt unseren Bezug zu diesem Ausdruck der Erde.
Keinen lässt sie unberührt hat er sie einmal betreten. Ihre Stille lasst mich meinen inneren Lärm hören, ihre Weite lässt mich meiner Bedeutungslosigkeit bewusst werden, ihre Kargheit lässt mich meine Kargheit erfahren. Ihr Himmelszelt lässt Demut aufsteigen für die Schönheit der Welt. Den Lärm für kurze Zeit hinter mir lassen um mich in einer „unwirtlichen“ Gegend selber erfahren zu dürfen.

8. Januar: Heute war wieder ein Lauf angesagt. Arosa snow walk & run event 21.19 km. ca. 400 HM. In Arosa angekommen treffe ich umgehend auf FB Freunde, Raphael, Ricarda, Wendy und Niels sind auch am Start. Wir können uns leider nur ein paar Minuten austauschen bevor es losgeht. Nach dem Start geht’s auch sofort schnell los und hoch. Dieses mal nehme ich früher Tempo zurück. Bleibe besser bei mir. Bald merke ich dass das Schneetraining der letzten Wochen wirkung zeigt. Am Berg geht’s gut hoch, downhill geht’s ab wie noch nie. Berauscht vom Tempo und dem emotionalen Hoch lasse ich es krachen. Geniesse mich, meine Kraft, mein Atem, das Überholen anderer Läufer, die Sprünge in den weichen Schnee und den Schlussprint ins Ziel.

Dieses mal ist Rita bei den Walkern dabei und will den Halbmarathon wandern. Nach ihrem Einlauf geniessen wir zusammen unser je eigen Erlebtes und freuen uns gemeinsam auf ein paar Läufe an welche wir zusammen im 2011 teilnehmen wollen.

Traum
Sound der Seele
Inspiration fürs Leben
Leben
verwirklichte Träume
Inspiration für Menschen


3 Comments

  • Steffen

    14. Januar 2011

    Sehr schön, gemeinsame Läufe, auch und gerade bei solchen Events, sind etwas wunderbares!!
    Viel Spaß schon mal euch beiden!!!

    LG
    Steffen

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  • Guido

    10. Januar 2011

    Hallo Steffen
    Seit ich ein paar Kilo weg hab fühle ich die kraft in den Beinen (wohl von vorher) und ich fühl mich gut. Es ist wie du sagst dafür laufen wir.
    Und ich freu mich total dass Rita für sich ein paar Läufe machen will. Und, ich werde mit ihr gemeinsam an zwei Läufen teilnehmen. Bremgartenlauf und Aletsch-HM im Juli. Da freu ich mich besonders weil die Landschaft am Aletschgletscher so schön ist.
    Herzliche Grüsse
    Guido

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  • Steffen

    10. Januar 2011

    "Geniesse mich, meine Kraft, mein Atem…" – Mensch, ein Lauf ganz nach meinem Geschmack! So muss es sein, dafür laufen wir, gelle? Und wenn die zweite Hälfte ähnliches erlebt und man weiß, dass sich ähnliches 2011 noch wiederholen wird, kann es da noch etwas besseres geben?

    Wunderbar, einfach wunderbar!

    Herzliche Grüße,
    Steffen

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